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hatte er von dem Vater gelernt, und nur im Laufe des Vormittags unddes Abends war eine Stunde oder etwas darüber zum Spazierengehenund zur Erholung bestimmt.
So lebte Hugo ein und ein halbes Jahr fort. Er dachte, er könnemit seinen Erwerbungen auf dem betretenen Felde zufrieden sein, alsein Brief kam, und ihm de» Tod seines Vaters meldete. Derselbe hattealso nicht mehr erlebt, daß ihm der Sohn die Freude mache, den geliebtenGedanken, den er im hohen Alter noch mit Jugendfeuer ausdachte, ausfreiem Antriebe verwirklichen zu helfen, und wenn der Sohn in die Zu-kunft dachte, und sich selber seine Pläne entwickelte, so war oft der Ge-danke da, was der Vater dazu sagen werde, aber daß der Tod dieses Va-ters cintreten könnte, das war nie in Rechnung gebracht. Hugo konntealso seht nichts thun, als auf der eingeschlagencn Bahn fort zu gehen,und wenn die That gethau sei, und sein Herz noch unter den Lebendigenschlage, auf das Grab des Vaters zu gehen, dort die Waffen nieder zulegen, und zu fragen, ob die That einer Nbcndrede wcrth sei — schlägtaber das Herz nicht mehr unter den Lebendigen, dann, hoffe er, würde erdoch auch an einem Ort kommen, wo er dem Vater selber sagen könnte,was er gethau.
Er hatte das alte Haus geerbt mit den Erträgnissen der dazu gehö-rigen Felder, Wiesen und Wälder. Das Haus trug er dem noch lebendenAlttnechte seines Vaters zur Verwaltung auf, bis er selber kommenwerde. In der Stube hingen mehrere verrostete Waffen, die er befahl,daß mau sic unberührt und unvermischt hängen lassen solle. Mit demBriefe, der ihm den Tod des Vaters augezeigt hatte, war zugleich ineinem Futterale ein altes Siegel angekommen, über das der Vater ver-ordnet hatte, daß man es sogleich nach seinem Tode dem Sohne ein-händigen solle. Er hatte zu Lebzeiten das Siegel immer bei allen seinenBriefen und bei allen andern Papieren und Urkunden, die eines Pet-schaftes bedurften, geführt. In dem Fache des Siegels lag ein BlättchenPapier mit der eigenen Handschrift des Vaters beschrieben. Das Feld desSiegels, dessen Stiel von kunstreicher Arbeit in Stahl war, trug mitsehr schönen klaren Buchstaben im Halbkreise herum die Worte: „Sor-vsixlus tanlummoelo llonos," unterhalb des Bogens der Buchstabenwar ein ganz blankes Schild, um die Reinheit der Ehre anzuzeigen.Denn die Familie Almot war nicht von Adel und hatte kein Wappen.