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2 (1855)
Entstehung
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ren, und mit Worten größer zu machen, weil er sie für einen Triumpbhält. Aber es kann nicht lange so dauern; wenn das Kraut fort wachsenwird, dann wird er sich über die Blume wundern, die ganz oben stehenwird. Sie muß Ingrimm heiße», diese Blume, und alle alten Sündenmüssen getilgt werden, wenn cs mit rechten Dingen zugehcu soll. Wennauch die Sünder selber nicht mehr leben, um auszubesser», so wird cs dieuachwachsende Jugend thun. Wie wir damals mit dem alten undschon schwachen Eugenius an den Rhein rückten, unser sechzig, unsersiebenzig Tausend, lauter blutjunge Bursche! hätten sie uns damalsVon Seite des heiligen römischen Reiches nicht so im Stiche gelassender alte Eugenius hat ohnehin mit uns Wunder gewirkt. Ich glaube,wenn solche sechzig, oder siebenzig Tausend im Felde stünden, sie würdenden Feind über die Grenze zurück werfen. Macht er cs in seinem Uebcr-muthe nur immer so fort, so werden schon mehrere aufstchen, man wirdnicht wisse», woher sie gekommen sind, cs werden ihrer mehr, als sechzigund siebenzig Tausend sein, diese werden Thaten thun- cs wird eineZeit sein, Du kannst sie noch erleben, ich schwerlich sie werden esnicht mehr ertragen können, und der jetzt an der Zeche sitzt, der wird sehrbald und sehr fürchterlich dafür bezahlen müssen. Merke Dir das, daßich es gesagt habe, wenn cs geschieht, und ich vielleicht schon im Grabeliege."

Durch solche und ähnliche Worte entzündete er das arme Herz desKnaben, daß cs sich in heimlicher und einsamer Gluth abarbcitete, unddies um so mehr, da cs sich von den Dingen der Wirklichkeit auch keineentfernt ähnliche Vorstellung zu machen verstand. Als nach ein haarJahren darauf der.Krieg über ganz Deutschland sluthete, obwohl manauf der Berghalde nie einen Feind gesehen hatte, und das alte Haus wiemanch andere Stelle im Gebirge gleichsam als eine Insel aus der Fluthheraus ragte: faßte Hugo den Entschluß, wenn der Zeitpunkt gekommenwäre, daß sich Deutschlands Jugend gegen den Feind erhebe, auch hin-aus zu gehen, und sich in die Reihe der Krieger zu stellen. Er sagte zuseinem Vater nichts von diesem Gedanken. Denn wie die andern mit denkleinen Lastern und Begierden ihres Herzens, so war Hugo verschämt mitder Schönheit des feurigen. Jede Zeile, die er lernte, jeden veraltetenHandgriff, den ihm sein Vater beibrachte, berechnete er schon auf jeneZeit. Als er nun von dem Hause Abschied nahm, in die Stadt reiste und