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und Blindheit, und so war ja auch das Blau ihrer Augen, so wie dasunsers Himmels, aus Licht und Nacht gewoben.
Als sie den Gebrauch ihrer Augen bekommen hatte, und Abdias,wie wir schon oben bemerkten, aufgchört hatte, seine Zeit dem Handelund dem Herumreisen zuzuwenden, fing er etwas Anderes an. Er hattezugleich mit dem Platze, auf welchem das Haus und der Garten stand,einen nicht gar kleinen Landtheil des unfruchtbaren Thalcs erworben. Erhatte diesen Theil bisher »»benützt liegen lassen, und nur wenn er mitseinen Füßen darüber wandelte, gedacht: dieÄ.gehört mir. Jetzt fing eran, diesen Theil zu bebauen, und wollte ihn n'ächumd nach in Felder um-wandeln, wie er hinter den verdorrten Palmen in der Wüstenstadt auchein Feld gehabt hatte, auf dem ihm etwas Gemüse und dünn stehenderniedriger Mais wuchs. Er dingte Knechte, kaufte die gehörigen Geräth-schaftcn, und fing an. Zum ersten Umgraben und zur Klärung der Erde,daß sie eine Saat annehme, hatte er eine große Zahl Taglöhncr aus ent-fernten Gegenden kommen lassen. Zugleich fing er den Bau der Scheuernund anderer Gebäude an, welche bestimmt waren, die Ernte aufzunch-mcn. Da alles in zureichendem Stande war, entließ er die fremden Ar-beiter, und führte die Sache durch seine Knechte fort. In dem Gartenhatte er wohl schon bei seiner Ankunft des Schattens wegen Bäume ge-setzt, nun aber gab er nock allerlei Gesträuche hinzu, er lockerte einenTheil des Bodens, der früher blos mit Gras bewachsen gewesen war,auf, und legte Blumenbeete an. Auf einer andern Seite des Hauseswurde Erde für Gemüse aufgegraben.
Schon in dem ersten Frühlingc, an welchem Ditha sah, wogte einschöner grüner Kornwald an einer Stelle, an welcher früher nur kurzesfahlgrüncs Gras gewesen war, und graue Steine aus dem Boden her-vor gesehen hatten. Als die Halme gelb geworden waren, standen gleich-sam für Ditha die blauen Chanen darin. Abdias ging unter all demherum, und oft wenn der mäßige Vormittagswind die reifenden Achrenzu silbernen Wogen mischte, stand seine Gestalt aus dem Rohrfeld her-vorragend da, wie er den weißen Turban um seine schwarze Stirne ge-schlungen hatte, der dunkle Kaftan im Winde sich regte, und der großeBart, der vom Antlitze nieder hing, noch weißer war, als der Turban.
Gleich im ersten Sommer wurde ein Stück Feld hergerichtet, undmit Flachs besäet. Als er blühte, wurde Ditha hinausgcsührt, und Ab-