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mer. Er bestand größtentheils aus Weibern. Einige davon waren ge-kommen, nm zu klagen und zu jammern, wie cs ihr Geschäft war, an-dere, sich an dem Unglücke zu erregen; und wieder andere, nm cs anzu-schauen. Unter den Angekom,neuen war auch Mirta, die LeibdienerinDebohra's, die sie immer am meisten geliebt hatte, und der sic vollendsalle ihre Neigung zuwendete, da sie dieselbe ihrem Manne abgewendcthatte. Sie war ebenfalls aus Furcht davon gerannt, wie die andern,als die Plünderer hereingcln ochen waren, und war dann aus Haß gegenAbdias nicht mehr zurückgckehrt. Als sie aber am Abende gehört hatte,daß ihre Herrin ein Kind geboren habe, und dann gestorben sei, schloß sicsich an den Menschenhaufen an, den man neben einer Laterne auf denregendurchweichten Wegen durch die dichten Trümmer gegen die Behau-sung des Abdias hin gehen sah. Sie wollte sehen, ob beide Dinge wahrseien. Als sie in dem Gemache angekommen war, und den Gebieterihrer Herrin stehen sah, drang sie schreiend und weinend aus dem Haufenhervor, warf sich vor ihm nieder, umschlang seine Füße und verlangteBestrafung von ihm. Er aber sagte nichts, als die Worte: „Stehe auf,und achte nur auf Deborah's Kind, und beschütze cs, da dasselbe dortkiegt und gar Niemanden zur Pflege hat."
Als sie sich auch von der Leiche der Herrin aufgcrichtet, und sich einwenig beruhigt hatte, nahm er sic an der Hand und führte sie zu demKinde hin. Sie, die An gen immer auf ihn gerichtet, setzte sich nebendemselben nieder, um cs zu beschützen, und sie deckte sein Angesicht miteinem Tuche zu, damit es keine bezaubernden Angen anschaucn könnten.
Die andern Leute, die herbei gekommen waren, riefen durch einan-der: „Ach der Jammer, — ach das Elend — ach das Unglück!"
Abdias aber schrie ihnen zu: „Laßt sic ruhen, die sie nichts angcht;— Ihr aber, deren Beschäftigung diese Sache ist, klaget nm sie, badetsie, salbet sie, und gebt ihr ihren Schmuck. — Aber sie hat keinenSchmuck mehr — nehmt nur von dem, was da herum liegt das Beste,und kleidet sie an, wie sie begraben werden soll."
Diejenigen, die sich über sie gebeugt hatte», und sie an allen Stel-len betasten wollten, gingen auseinander — aber die andern legten Handan sie, um ihre Pflicht zu thun, derentwillen sie hergekommcn waren.Abdias setzte sich in dem Schatten nieder, den der Menschenknäucl in die