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es je gedacht. Deborah hielt seine Hand, und drückte sie und liebkostefie — er sah sie zärtlich an — sie sagte zu ihm: „Abdias, Du bist jetztnicht mehr so häßlich, wie früher, sondern viel schöner."
Und ihm zitterte das Herz im Leibe.
„Deborah," sagte er, „es ist kein Mensch da, der Dir etwas reichenkönnte, hast Du nicht vielleicht Hunger?"
„Nein, Hunger habe ich nicht," antwortete sie, „aber Mattigkeit."
„Warte, ich will Dir etwas bringen," sagte er, „das Dich stärket,und ich will Dir auch Nahrung reichen, die Dir vielleicht doch abgcht,und ich will Dein Lager besser bereiten."
Dann stand er auf, und mußte sich erst ein wenig dehnen, che erfort gehen konnte; denn die Schmerzen waren während der kurzen Ruherecht stark gekommen. Dann ging er hinaus und brachte von den schlech-ten Kleidern, die draußen lagen, einen Arm voll herein, und bereiteteneben ihr ein besseres Lager, auf das er sic hinüberhob, dann deckte ernoch sein von seinem Leibe warmes Oberklcid auf sie, weil er meinte, csfriere sie; denn sie war so bleich. Sodann ging er zu dem Platze, wodie Zündsachen lagen, die dienten um Feuer anznfachcn. Sie lagen un-berührt dort, weil sie schlechte Dinge waren. Er zündete ein Kerzlein an,that es in die Hornlaternc, und stieg draußen über eine Treppe unter derErde hinab, wo der Wein zu liegen pflegte. Er war aber aller hcraus-gelassen und verschüttet. Aus einer kleinen Lacke, die ans der Erde stehengeblieben war, brachte er ein wenig in ein Gefäß. Dann holte erWasser aus der Zisterne. Denn das in dem Näpfchen war schon sehrwarm und auch etwas stinkend geworden, und mit dem Gemische vonWein und frischem Wasser benetzte er ihre Lippen und sagte, sic solle mitder Zunge das Naß nur wcgnehmcn und hinunter schlucken, cs würdeihr für den Augenblick schon helfen. Als sie dies gethan, und mchrere-male wiederholt hatte, stellte er die Gefäße mit Wein und Wasser wiederhin, und sagte, er wolle ihr nun auch Nahrung bereiten. Er suchte ansseinen herumgcstrcuten Reisesachen eine Büchse hervor, in der er stets denverdichteten Stoff einer guten Brühe mit sich führte. Dann ging er indie Küche hinaus, nur etwa nach einem Blechgefäßc zu schauen, das ihmdienen könnte. Und als er ein solches gefunden hatte, kam er wieder her-ein, that Wasser und den Stoff in dasselbe, zündete eine Weingcistflammean, und stellte cs auf einem Gestelle darüber. Er blieb bei dem Gefäße