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2 (1855)
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die Waffe» weg, die Zugel auf den Rücken vorwärts, und ließ sein Heildem edlen Pferde, das mit Windcsflug in die Wüste trieb wieder An-dere, in Vergessenheit der Flucht, wurzelten in dem Boden und flehtenGnade. Aber alles war vergeblich. Abdias, der besohlen hatte, konntenicht mehr lenken, die Fluth schwoll über, und die früher gebeten hatten,tobten jetzt, und stießen denen, die aus den Knieen lagen und baten, das

Messer in das Herz.-Abdias hielt, da endlich alles aus war, und

die Sieger die Todten und Verwundeten und die Satteltaschcn an ihrenThieren plünderten, auf seinem Kamccle, und warf den blutigen Säbelvon steh weg. Ein Türke, der in der Nähe kauerte, mißverstand dieBewegung, und sah sie für einen Befehl an: er wischte die Klinge anseinem eigenen Kaftan ab, und reichte sie dem tapfer» Emir wieder.

Als man nach dem Gefechte weiter zog, und alle Tage das einsame Bildder Wüste war, dachte Abdias: wenn er nun den Bei tödtete, wenn er selberBei würde, wenn er Sultan würde, wenn er die ganze Erde eroberte undunterwürfe was cs dann wäre ? es waren unbekannte Dinge und standenmit düsterm Winken in der Zukunft.-- Allein er wurde nicht Bei, son-

dern, wenn wir uns so ausdrücken dürfen, auf jener ganzen Reise, die nochweit herum ging, schwebte schon ein trauriger dunkler Engel über ihm.Man war wieder in die blühenden Länder der Menschen gekommen, er hattein vielen Richtungen zu gehen, er schloß sich bald an diese, bald an jeneKarawane an, und öfters wie es nun Menschen manchmal istwenn er so in der Ferne zog, siel ihm plötzlich ein: wenn nur zu Hausekein Unglück geschehen ist aber er strafte diese Gedanken immer wiederselber, indem er sagte:Was kann denn zu Hause geschehen? zu Hause

ist ja gar kein Unglück möglich."-Und er zog hierauf noch Ocde

aus Oede ein, hatte Geschäfte abzuthun und that sie mit Glück, sahmanche Gegenden und Städte, und es waren mehre Monate vergangen,bis er nach all den Kreislinien wieder einmal das Blau der Atlasbcrgcschimmern sah, und hinter ihnen seine Heimath ahnete. Er zog ihr zu.Er ließ seine schönen Kleider in einem Dorfe, wo in einer Grotte eineSinagoge war, und in einer schönen heiter» Sternennacht lösete er sickivon der letzten Karawane, mit der er gezogen war, ab, und wandte sichseitwärts gegen die Ebene, über die mau zu den Bergen, und jenseits der-selbe» zu der alten Römerstadt gelangen konnte. Da schwang sich derEngel von seinem Haupte; denn es war geschehen, was da sollte. Da