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Geschehenden, über den man nicht hinaus sieht, und jenseits dessen auchnichts mehr ist, so daß ihm selber die Götter unterworfen sind: uns istcs Schicksal, also ein von einer höhern Macht Gesendetes, das wir em-pfangen sollen. Der Starke unterwirft sich auch ergeben, der Schwachestürmt mit Klagen darwider, und der Gemeine staunt dumpf, wenn dasUngeheure geschieht, oder er wird wahnwitzig und begeht Frevel.
Aber eigentlich mag es weder ein Fatum geben, als letzte Unver-nunft des Seins, noch auch wird das Einzelne auf uns gesendet; son-dern eine heitre Blumenkctte hängt durch die Unendlichkeit des Alls undsendet ihren Schimmer in die Herzen — die Kette der Ursachen und Wir-kungen — und in das Haupt des Menschen ward die schönste dieser Blu-men geworfen, die Vernunft, das Auge der Seele, die Kette daran anzu-knüpfen, und an ihr Blume um Blume, Glied um Glied hinab zu zählenbis zuletzt zu jener Hand, in der das Ende ruht. Und haben wir derein-stens recht gezählt, und können wir die Zählung überschauen: dann wirdfür uns kein Zufall mehr erscheinen, sondern Folgen, kein Unglück mehr,sondern nur Verschulden; denn die Lücken, die jetzt sind, erzeugen dasUnerwartete, und der Mißbrauch das Unglückselige. Wohl zählt nun dasmenschliche Geschlecht schon aus einem Jahrtausende in das andere, abervon der großen Kette der Blumen sind nur erst einzelne Blätter aufge-deckt, noch fließt das Geschehen wie ein heiliges Räthscl an uns vorbei,
noch zieht der Schmerz im Menschcnhcrzen ans und ein-ob er aber
nicht zuletzt selber eine Blume in jener Kette ist? wer kann das ergrün-den? Wenn dann einer sagt, warum denn die Kette so groß ist, daß wirin Jahrtausenden erst einige Blätter ausgedeckt haben, die da duften, soantworten wir: So unermeßlich ist der Vorrath darum, damit ein jedesder kommenden Geschlechter etwas finden könne, — das kleine Aufgc-fundne ist schon ein großer herrlicher Reichthum, und immer größer im-mer herrlicher wird der Reichthum, je mehr da kommen, welche leben undenthüllen — und was noch erst die Woge aller Zukunft birgt, davon
können wir wohl kaum das Tausendstel des Tausendstels abncn.-
Wir wollen nicht weiter grübeln, wie es sei in diesen Dingen, sonder»schlechthin von einem Manne erzählen, an dem sich manches davon dar-stellte, und von dem cs ungewiß ist, ob sein Schicksal ein seltsameresDing sei, oder sein Herz. Auf jeden Fall wird man durch Lebenswegewie der seine zur Frage angeregt: „warum nun dieses?" und man wird