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Thieren, und blicke» allerlei Augen — aber alle bauen sie an einem klei-nen Orte derFlurcn einen Wohnplatz, wie ich, über dessen Rand sie kaumhinaus sehen auf die andern, die überall leben,-
So verging mir ein Tag wie der andere, so verging eine Jahreszeitnach der andern — und so wandelte die ganze Zeit, —
Es waren endlich drei Jahre dahin, seit der Obrist allein in demHaghause wohnt.--
O Vater, v Mutter, daß ihr nicht mehr lebt, um zu sehen, wie sicheure Hütte verändert hat — und auch ihr, Schwestern, daß ihr nichtmehr seid, uni es zu schauen! Das Haus steht nunmehr fertig, und dieSonne scheint auf sein glänzend Dach hernieder — der Garten schreitetin die Weite, und die Fruchtbäume, einst das Eigenthum der Nachbarn,stehen schön darinnen, und jetzt besser gepflegt, lassen sie wie in Dank-barkeit die Last ihrer Aeste bis zu meinen Fenstern herüber schimmern.Ich schreite von Gemach zu Gemach; aber einsam — nur eine heiligeMargarita steht jetzt schon auf dem Hausaltare, und grüßt mich, wennich cintrete, mit dem goldenen Schimmer. — Die Lust des Abends wehtin den weißen Fenstervorhängcn, und umfließt mich Wandelnden, wäh-rend sie von dem Hofe herein die Hufschläge meiner jungen Pferde trägt,die der Knecht von der Abcndschwemme zurück bringt. — Manch rotherPfeil der Abendsonne schießt durch die Zimmer, und zeigt mir ihre Größeund Leere. Das Schreibgerüste ist fertig, und auf seinem hölzernen Him-mel sitzt nun allein der ausgcstopfte Luchs, den mau erlegt und mir zumGeschenke gebracht hat.
Und dann nehme ich an Nachmittagen ein Buch, gehe durch den Hof,wo Hühner und Geflügel sind, durch den Garten voll Spcrlingsgeschrei,die meine Kirschen stehlen, hinaus in die Felder, wo meine Erndte reift— ein viel zu großes Feld für mich Einzelnen — bis ich in den Waldgelange, bei dessen Birken ich jetzt wieder gerne bin, und der mir die Ge-danken leicht und stille aus dem Buche lesen läßt und mir neue gibt.
So steht und gedeiht alles. Meine Kranken genesen. Der untereAschacher, dessen Fuß so fürchterlich geschält war, geht wieder lustig undkrückenfrei herum. Ich vermag in die fernsten Gegenden zu wirken —und cs wird das frevle Wort immer weniger wahr, das ich einmal nieder-geschrieben habe: „Einsam, wie der vom Taue gerissene Anker im Meere,liegt mir das Herz in der Brust,"