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der Nacht gefallen. Ich ging um fünf Uhr früh den näheren Weg durchdie Felder zu ihm hinunter. Sie hatten die ganze Zeit gethan, wie ichgesagt hatte, und ich befahl wieder, daß sie stets, wenn das Eis aus-geht, ein neues Thcil von mir holen sollten. Es war die Verwundunggerade in dem Stande, wie ich es an dem vorhergegangenen Abende vor-aus gesehen hatte, und ich konnte den Zammernden die Versicherung ge-ben, daß er ganz gewiß gesund werden würde.
Als ich herauf ging, stand die Sonne wie ein klares, blühendesRund über die Dunkelheit der Wälder, und die Gräser und die Ge-sträuche glänzten in farbigen Punkten an meinem Wege.
Da ich über die Stiege zu meiner Schlafstube hinauf stieg, inwelche mir die alte Maria immer mein Frühmahl stellt, fand ich in demVorgemache ein Weib, welches meiner harrte. Ich kannte sie, es warSusann«, die Einwohnerin des Klum. Als ich sie in meine Stube hineingeführt hatte, that sie ihr blaues Tuch auseinander, das sie sonst ge-wöhnlich um die Schultern hatte, und i» dem sie heute etwas eingc-wickelt trug, und sagte, sie sei gestern in dem Bilkengehege im Kirmwaldegewesen, und habe sich etwas dürres Holz und Reisig gebrochen, um essich nach Hause zu tragen. Da habe sie in einer Hecke dieses Tuch ge-funden, und Hanna, meine Magd, habe ihr gesagt, daß es ein weinigessei. Sie bringe es daher, und habe cs in ihr Schultertuch cingewickclt,daß es nicht schmuzig werde.
Ich hatte nur ein wenig hin geschaut, und erkannte, daß es meinbuntes Tuch sei, das ich auf dem Birkenplatze im Kirmwalde weggcwor-fen hatte.
Ich gab dem Weibe ein kleines Geschenk, weil sie arm ist — dasTuch aber ließ ich ihr auch.
Dann, als ich alles hergerichtet hatte, was zu dem heutigen Tagenothwendig war, wurden die Rappen eingespannt, und die Rundfahrt zuden Kranken angetreten.
Ich dachte über mein Amt, das mir die Gottheit gegeben hatte,nach. Es kann nicht recht sein, das man dasjenige, was andere gethanund gefunden haben, in mehrere Bücher zusammen trägt, dasselbe sichsehr gut in das Gedächtniß prägt, und es dann in der gleichen Gestaltimmer ausübt — es kann nicht recht sein. Man muß die Gebote derNaturdinge lernen, was sie verlangen und was sie verweigern, man muß