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hohen äußerst dünnen Schäftchen aus derselben emporstandcn und obenein Flinselwcrk trugen, grau oder silbern, in welchen, die Käser summten,oder Fliegen und Schmetterlinge spielten. Aus dem Holzschlage ragtemancher einzelne Baum hervor, der wieder empor gewachsen war; undjenseits, von ferne herüber, schaute der blaue Duft des Kumwaldcs, derganz ruhig war. So stille war cs, daß man zu Zeiten durch die blaueheitere Luft, wie ein sehr schwaches entferntes Donnern, gar das Schie-ßen von Pirling herüber hören konnte, womit der untere Wirth vonPirling, der alte Bernsteiner, einen Keller in die Felsen des Steinbühel
sprengt.-Margarita, als sie meine Frage vernommen hatte, schlug
die Augenlider über die sehr schönen braunen Augen herab, sah in dieSchäftchen nieder, wurde ganz glüh im Angesichte, und schüttelte leise dasHaupt.-Ich sagte kein Wort, und wir gingen auf dem Wege wie-
der dahin. Wir sammelten aus den Blumen, die wir der Mühe werthhielten, einen Strauß. Margarita nannte die Namen derselben, undwo sie einen nicht wußte, nannte ich ihn. Wir kehrten auf dem Wegebald wieder um, und gingen nach Hause. Sie hatte den Arm, den icham Ausgange des Waldes, da wir auf die Wiese kamen, wie sonst inden meinigen gethan hatte, auf demselben sanft ruhen lassen.
Als wir in das Haus kamen, fanden wir den Obrist in dem Büchcr-zimmer. Er saß vor dem Tische, hatte etwas Wein vor sich, und vonden runden weißen Brode», die er so gerne ißt. Er sagte, daß er aufdem Felde sich sehr viel Hunger gesammelt habe, und daß er hier seinNachmittagbrod halte. Margarita seifte sich neben ihm auf einen Stuhl,redete einige Worte, schwieg daun, und saun. Ich blieb auch nicht lange,sondern, als er mit seiner Erquickung fertig war und in den Gartenging, nahm ich Abschied und begab mich auf den Heimweg.
Als ich über den Hügel, wo die Eschen stehen, hinab wandelte,ging die Sonne, wie ein prachtvolles goldenes Schild zwischen mehrerenBergen von Wolken unter, die sogleich zu brennen »»hoben. Durch denganzen Himmel war Herrlichkeit, und auf die ganze Erde war Herrlichkeitgebreitet. Ich war in meinem Innern so selig, wie ich es gar nicht aus-zudrücken vermochte.
Da ich in meinen Hof hinein ging, kam mir der Bube Gottliebentgegen, und zeigte mir sein Buch, in das er schreibt, und wie er schongroße Fortschritte gemacht habe. Ich erzählte ihm, was ich eigentlich