Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
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dem Dach?, auf welch?», di? glatt? Schu??d?ck? lieg?, rinn? das Wasserfast alles ab, um so mehr, da die Rind? des Eises glatt sei, und dasRinnen befördere. Sie möchten nur durch Haken Stücke des Eises herabreißen, und da würden sie sehen, zu welch geringer Dicke die Rinde ansder schiefen Fläche anzuwachsen im Stande gewesen sei. An den Bäu-men ziehen unendlich viele Hände gleichsam bei unendlich vielen Haarenund Armen hernieder; bei den Häusern schiebe alles gegen den Rand,wv es in Zapfen niederhänge, die ohnmächtig sind, vdcr lvsbrcchcn,oder herab geschlagen werden könnten. Ich tröstete sie hiednrch, und siebegriffen die Sache, die sie nur verwirrt hatte, weil nie dergleichen odernicht in solcher Gewalt und Starke erlebt worden war.

.. Jch-ging dann wieder nach Hanse. Ich selber war nicht so ruhig,ich zitterte innerlich; denn was sollte das werden, wenn der 'Regen nochimmer so sort dauerte, und das Donnern der armen Gewächse in so ra-scher Folge znnahm ; wie es jetzt, wo schier alles am Aenßersten war, ge-schah. Die Lasten hatten sich znsammengelegt; ein Loth, ei» Quentchen,ein Tropfen konnte den hundertjährigen Baum stürzen. Ich zündete inmeiner StubcWichter an, und wollte nicht schlafen. Der Bube Gottliebhatte durch das lange Stehen und Warten an dem Thangrunde ein leich-tes Fieber bekommen. Ich hatte ihn untersucht, und schickte ihm etwashinunter.

Nach einer Stunde kam der Thomas und sagte, daß die Leute zu-sammen gekommen seien und beten; das Getöse sei furchtbar. Ich er-wiedcrte ihm, cs müsse sich bald ändern, und er entfernte sich wieder.

Ich ging in dem Zimmer, in das der Lärmen, wie tosende Meeres-wogen, drang, auf und nieder, und da ich mich später auf das lederneSitzbette, das da stand, ein wenig niedcrgelegt hatte, schlief ich aus Mü-digkeit doch ein.

Als ich wieder erwachte, hörte ich ein Sausen oberhalb meinemDache, das ich mir nicht gleich zu erklären vermochte. Als ich aber auf-stand, mich ermannte, an das Fenster trat und einen Flügel öffnete, er-kannte ich, daß es Wind sei, ja, daß ein Sturm durch die Lüfte dahingehe. Ich wollte mich überzeugen, ob es noch regne, und ob der Windein kalter oder warmer sei. Ich nahm einen Mantel um, und da ichdurch das vordere Zimmer ging, sah ich seitwärts Licht durch die Thürdes Gemaches hcrausfalle», in welchem Thomas schläft. Er ist nämlich