Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
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Tisch, das erste, was ich aus meinem Erwerbe «»schaffen und ausbauenlassen wollte: dann ging ich zu jenen Kranken, die Vormittag nicht zumir hatten kommen können, sondern nur die Bitte geschickt hatten, daßich sie besuchen mochte.

So ging es nun fort. Nach einigen Tagen kamen die Kisten, dieich in Prag mit Dingen meines Berufes gefüllt und einem Fuhrmanncempfohlen hatte. Ich packte sic aus und richtete mein Zimmer damitein. Es war recht schön; die Fläschchen standen in dem Kästchen, undauch außer demselben auf dem Tische herum die anderen Sachen ka-men im Laden des Kastens oder des Tisches, bis der Arzncischrein fertigwäre, den ich mir wollte machen lassen, und zu dem ich schon die Zeich-nungen angefaugen hatte. Die Bücher wurden anßen auf dem Kastenaufgestellt, und auf den Tisch wurde Papier zum Schreiben gethan undTinte und Federn, daß ich mir aufzeichnen konnte, was ich jedem Kran-ken gegeben habe und wie ich bisher mit ihm verfahren sei, daß ich nichtirre und Unheil anrichte. Nachmittag schien die Sonne recht freundlichin das Gemach, ich zog die Vorhänge zu, wenn ich nach Hause kam, unddann war es dämmerig und lieb um alle Dinge, weil weiße Vorhängedas Licht nicht brechen, sondern bloß milder machen; nur daß doch hieund da ein Sonnenstrahl hcreinbrach und einen Blitz auf den weißenBoden legte. Die Zimmerwände waren zwar nur von Holz, aber siewaren nach innen sehr gut gefügt, und an einigen Stellen mit Schnitz-wcrk versehen. Gegen hinten zu war eine Bank, die an der Wand undan dem Ofen hin lief, und alles war recht reinlich und klar. Auch dieäußere Stube und die andern Räume der Hütte hielten die Schwesternviel reiner, als das alles sonst gewesen war. Das Holz um die Hütteherum, das schon im Sommer für das Bedürfniß des Winters nach undnach gesammelt wurde, war immer sehr genau geschlichtet, und die Gassewar alle Tage gekehrt. Lucia, die eine gute Köchin zu sein vermeinte,brachte bessere Gerichte auf den Tisch, zu denen ich auch bereits einenTheil beizntragen im Stande war.

Der Knecht des Meilhauerbauers ist in zwei Wochen gesund gewor-den, er ist an einem Sonntage zu mir herabgckvmmcn, und hat mir vonseinem Lohne ein wenig Geld geben wollen, ich habe cs aber nicht ange-nommen, in Anbetracht, daß er ein Knecht ist.

Damals war es in der Gegend nicht so, wie es jetzt ist, obwohl nur