Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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zahm und dunkel zwischen ihnen auf dem schwarzen Moossammt, den csselber macht, dahin geht und dann sind auch nach selche Ausbrüche,Vertiefungen, Löcher, Knolle», daß kein Rad durchsteigen und sich herausheben kan». Die vom Gchäng, von Haslung, von Sillerau, von demoberen Ästung, der Meicrbacher, die Erlchöfe, der Obrist und ich selber wir alle nehmen das Holz von dem ober,, Puster, und wir nehmencs gerne, weil er unerschöpflich ist, weil dort die schönste Weißbuche steht,und in der Wildniß sich der Brennstoff recht kräftigt und stärkt end-lich kömmt cs auch ein Sechsthcil billiger. Aber wir müssen an demSillerbruche damit vorbei fahren und müssen über den Bach kommen.War cs nicht in dem Sommer vor drei Jahren eine Qual, wo weithinjenseits die Hölzer geschichtet lagen, manches mühselig dnrchgeschleppt,manches an bequemem Orten sogar geworfen werden mußte k der Grafdraußen, weil er zur Herstellung der Brücke, die vorlängst zu Grundegegangen war, seinen Theil durch Herkommen beitragen mußte, bewiesden Umwohnern zwei Jahre lang, daß eine Brücke an jener Stelle garnicht nöthig sei, und die Leute glaubten cs fast sic durften ja danndas Wenige, was ihnen zum Baue auflag, auch nicht entrichten: aberder Obrist bewies ein Jahr entgegen, daß es ein schreiendes Ucbcl sei,was da bestehe, daß die Leute bei den mühevollen Plagen, mit denen siegrößtentheils selber ihr Holz an jener Stelle weiter schaffen, ihre Zeitund ihre Gesundheit verlieren, und daß es eine Schande für die mensch-liche Vernunft ist, zu sagen, cs sei etwas zweckmäßig, was jedem ZweckeHohn spricht er fuhr unablässig zu dem Amte, wir, er und ich, stan-den zusammen, bis wir cs zuletzt dnrchgesetzt batten. Der Bau wurdeausgctragcn, und die Schuldigkeiten waren nach und nach endlich auchalle entrichtet. Da ging der Obrist her und gab von seinem Gelde soviel, daß man von beiden Seiten Anläufe aufmaucr» und die Brückehoch über dem Bache von Stein aufführcn konnte. Er läßt jährlichnachschaucn, und ausbessern, wen» etwas beschädigt ist, und erklärt jähr-lich dazu, daß es seine Schuldigkeit nicht ist, damit cs sich nicht verjähreund auf seinem Haghause als Dienstbarkeit sitzen bleibe.

Da ich von Prag zu Fuße fort ging, weil ich meine Lernzeit, dieich der Heilwisscnschaft widmen mußte, zu Ende gebracht hatte, und einPergament in dem Ränzlein trug, das mich zum Doctor der hoben Kunsternannte, und mich der Zunft der Hcilmänncr einverlcibte; als ich viele