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mal mit Aussetzung meines Lebens dasjenige von tausend Feinden ge-rettet, die man im Begriffe war zusammen zu Hanen. Ich habe die Ret-tung begonnen, weil ich nicht leiden konnte, daß so viele Menschen, diean nichts schuld sind, wie blöde Thiere gctödtct würden, die uns zwarauch nicht beleidigen, deren Leben wir aber zu unserer Nahrung bedür-fen. Zwischen den Kugeln beider Theile habe ich die Unterwerfung ver-handelt, und den Ergebnngsbrief gegen die gezückten Säbel unserer Rot-ten reitend zu unserm Führer gebracht. Sie wurden dann blos gefan-gen, und ihr König wechselte sie später aus. Wenige Jahre vorher hätteich noch selber den Befehl gegeben, lustig cinzuhanen, und hätte cs füreine Heldcnthat gehalten. Die tausend Männer sandten mir nach vielenJahren den erlesenen Waffenschmuck, den Ihr oben in meinem Eichcn-schreinc gesehen habt, ihr König that selber den Degenknopf dazu, der soschön in Silber gefaßt ist, und der Kaiser, da ihm die Nachricht von derBegebenheit zu Ohren gebracht worden war, verlieh mir die Kette, dieich hier um habe."
Nach diesen Worten hielt der Obrist eine Weile innc. Er stand ansund ging in den Raum des Zimmers vor. Die Schriften, die noch im-mer auf dem Tische gelegen waren, nahm er weg, und sperrte sie wiederein. Zuletzt ließ er noch die grünen Fenstervorhängc herab, die er früheraufgezogen hatte. Ich glaubte, daß er cs darum thue, weil doch dieSonne zu uns herüber zu rücken schien. Dann setzte er sich wieder zumir und sagte: „Ich will Euch uun auch das Ende von meinem Lebens-laufe erzählen. Die Jahre sind wieder vergangen, aber immer einesschneller, als das andere, und ich bin nach und nach Obrist geworden.Da ich wieder verwundet wurde, erhielt ich einen Ruhegehalt, und durstehingehen, wo ich wollte. Ich habe einmal auf meineu Kriegszügen einschönes Thal gesehen, das zwischen hohen Bergen lag; in dieses schaffteich meinen Körper und meine Habe, um an dein Orte zu verbleiben. Ichfing dort an, die Bücher zu sammclu, die jetzt da sind, und die Gemälde,deren Art ich in den Niederlanden kennen und lieb gewinnen gelernthatte. Manches ist theuer gekommen, Ihr würdet cs kaum denken, undes reute mich schon oft, daß ich auf meine Freude so viel verwende, dasnach meinem Tode andern zu Gute kommen sollte: — aber sei es nun,wie es sei. — In dem Thale bekamen meine Päckchen immer mehr Gleich-mäßigkeit, bis im Alter eines, wie das andere, wurde. Ich richtete mich