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einen Stuh! geworfen hatte. Am andern Tage lechzte ich darnach, daßes Abend würde. Als man die Kerzen anzündete, ging ich schon in demSaale auf und nieder, und es trat ein fremder Herr zu mir, und sagte,daß er auf mich wetten werde. Ich verstand dies damals nicht, und ließalles geschehen. Wieder gewann ich an dem Tage, wie vorher, und amandern Tage wieder. Ich lernte bald das Spiel verstehen, und versuchtenach und nach, cs zu leiten und zu beherrschen. Mehrere Männer schlos-sen sich an mich an, und suchten das Glück in ihren Kreis zu bannen.Ich gewann, verlor unbedeutend, und mein Wohlstand begann sich zuheben. Ich ging nun in schönen Kleidern und Fedcrhut durch die Stra-ßen, das schönste Pferd in Paris war mein, und drei fast gleich schönestanden noch in dem Stalle. Der Mantel war wie der eines Herzoges,und der kleine Degen hatte Diamanten im Knopfe. Damals hätte ichauch falsch gespielt, wenn ich verstanden hätte, cs zu machen. MeineFreunde und Spielgesellen führten mich zu den Leuten, die in den großenPallästen wohnten, welche ich sonst nur von Außen hatte anschen dür-fen , man sagte mir schone Dinge; die Mädchen wollten mir wohl; ichliebte die Pracht und lernte die dortige Art und Sitte. Wenn Männerbeisammen waren, suchte ich Händel zu erregen, und ermuthete mich daunim Zweikampfe; denn außer bei den Karten brachte ich die meistenStunden auf dem Fechtbodcn zu. — So war cs mit meinem Spiele. —— Da sagte einmal ein langer blasser Mann, den ich immer gescheut,und daß ich aufrichtig bekenne, den ich gefürchtet hatte, daß ich doch nurein Lumpe sei, der vom Pariser Strolchengolde lebe. Er hatte die Wortezu mir selber gesagt; ich antwortete ihm nichts darauf, aber ging nachzwei Tagen zu dem Herrn Armand Pelton, dem derzeitigen Vorsteher desArmenwcsens, und übergab ihm an Gold und Schmuck und Kleidern,wie auch an Pferden und Reitgcräthcn Alles, was ich hatte. Nur hun-dert Ludwigsstücke hielt ich zurück und einen grauen schlechten Klepper,den ich mir am Tage vorher gekauft hatte. Seht Doctor, ich habe nochdie Scheine von jener Begebenheit, und werde Euch dieselben zeigen."
Als der Obrist diese Worte gesagt hatte, stand er auf und suchte inden Laden seines Schreines. Er sammelte auf demselben mehrere Schrif-ten, trat wieder zu mir und breitete sie auf dem Tische aus. Es warenrichtig lauter Empfangsbricse über verschiedene Summen und Stücke,welche der Graf Casimir Uhldom, Spieles wegen, der Armensache über-