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ging hinter dem Dorfe durch die Gärten des Weißkohles gegen denBrunnberg zu.
Das Töchterlein eines armen Weibes, das man die Sittibwitwenannte, sah ihn dort gehen und sagte: „Mutter, da geht Hanns."
„Laß ihn gehen," sagte diese, „das ist eine sehr unglückselige Ge-schichte."
Hanns stieg über die sehr niedere Mauer, die um die Kohlgärtenaus losen Steinen gelegt war, und ging durch die verkrüppelten Erlcn-standen und durch die Wachholdergebüschc empor, durch welche Hannaan ihrem ersten Bcichttagc in der Dämmerung hernieder gegangen war.Er ging an der Milchbäuerin vorüber und begab steh zu den zwei Brun-nenhäuschen. Dort lehnte er die Art an den Stamm der Linde, knietevor der Thür des einen Häuschen nieder, nahm den Stiel des Schöpfers,schöpfte sich Wasser heraus und trank einen Theil davon. Mit dem Restebenetzte er sich die Stirne, benetzte sich die Augenbrauen, die Augenliderund dann die Augen selber. Er ließ eine geraume Zeit das Naß aufdiesen Thcilcn des Körpers liegen, dann zog er ein Taschentuch hervorund trocknete sich ab. Als dies geschehen war, schüttete er das Wasser,das noch in dem kleinen Schöpfkübel war, aus, und schöpfte sich neues.Bon diesem that er noch einmal einen Trunk und schüttete den Liest inden Brunnen zurück. Hierauf legte er den Schöpfkübcl in seine gewöhn-liche schwimmende Lage ans das Wasser und erhob sich von den Kniecn.Er nahm wieder die Art und schlug den Weg zwischen den Baumrcibcnzu dem Kirchlein zum guten Wasser ein.
Als er bei dem Kirchlein angckommcn war, dessen Thür offen stand,blieb er auf dem Grabsteine, der vor der Thüre liegt, stehen, und thatseinen Hut ab. Dann ging er hinein, den Hut in der einen seiner Händehaltend. Mit der andern nahm er die Art, die er trug, von der Schul-ter, und lehnte sie neben dem Becken, das das Weihwasser enthielt, ineine Mauerccke. Hierauf ging er bis zu dem Hochaltäre hinvor. In demKirchlein war Niemand, als zwei sehr alte Mütterlein, die vielleicht dieeinzigen waren, welche von dem Berhälmisse zwischen Hanns und Hannanichts wußten. Hanns kniete an den Stufen des Hochaltarcs, aufwelchem sich die schmerzhafte Jungfrau Maria befand, nieder. Er legteden Hut neben sich, faltete die Hände und betete. Er betete sehr lange.Dann löste er die gefaltete» Hände auf, neigte sich vorwärts, neigte sich