Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
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aus der italienischen Schule. Als er uns hier einige Erfrischungen, wor-unter namentlich Milch und mehrere Früchte waren, die eigentlich derJahreszeit nach im Freien noch nicht reif sein konnten, vorgcsetzt, undals wir manches davon gekostet hatten, gingen wir in den Garten hin-unter. Maria führte mich hier zu mehreren wahrhaft ausgezeichnetenAnstalten, und sagte im Triumphe: „Da sehen Sie erst, da sehenSie erst!"

Wir gingen zu einigen Glashäusern, in denen die schönsten einhei-mischen Früchte reiften, und die das Edelste und Wesentlichste der frem-den enthielten. Dann besahen wir die Einrichtungen, die der Gartenüberhaupt hatte, theils zum Bewässern der Pflanzen, thcils zu ihrerNahrung, Zucht, Pflege und Vervollkommnung. Alles war in der Thatauserlesen und vortrefflich, und hatte viele Aehnlichkeit mit den Anstal-ten Marias. Von dem Garten gingen wir nach und nach auf einem ge-wundenen Wege, der durch viele Gebüsche führte, empor, und kamenendlich auf eine freie kahle Spitze, die einen großen Umblick gewährte.Wir sähen von hier aus die Felder Alfred's, die sich um einen Hügelherum in einer kleinen Ebene dahin legten. Das ruhige, einfache, edleund liebliche Wogen des Getreides, das ich jetzt so lange nicht gesehenhatte, legte sich schmeichelnd und befriedigend an das Herz. Wir standenlange und sahen die verschiedenen Grün an: das bläuliche leichte undsanfte Mischen des Silbers, das dunklere grüne und tiefe Heraufblickcnder Wogen, das hellere grünere Wellenschlägen der kleineren Saaten, unddas leichte Hinzittern der Spitzen; denn es ging ein sanftes Windchenunter der blauen und heiteren Kuppel des Himmels.

Es ist doch, dachte ich, eine wunderbare Anmuth, wie der Menschin der Gesellschaft mit seinen Pflanzen lebt, die seinen Geist zum Himmelleiten, und seinem Leibe die einfachste, edelste und keuscheste Nahrung ge-währen. Brod, das einfachste aller Dinge, das weitverbreitetste, ist dasSimbol und das Zeichen aller Nahrung der Menschen geworden.

Von der Spitze gingen wir auf einem anderen Wege und von eineranderen Seite wieder dem Hause zu. Die Aufbewahrungsorte und an-dern Anstalten, die wir an seinem Acußeren trafen, hatten wieder vieleAehnlichkeit mit denen Mariäs. Als wir in die Zimmer gekommen wa-ren, führte uns Alfred auch in ihnen herum. Die Mädchen bemerktengleich die Veränderungen, die seit ihrem letzten Besuche statt gesunden