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schön und lieblich in der menschlichen Seele liegen, in Verbindung miteiner Thätigkeit, wodurch das irdische Gut für den einzelnen und so auchfür die Gesellschaft hervorgebracht wird, den Menschen ganz und völligerfüllt und glücklich macht; aber ich konnte beides zusammen nie errei-chen, sondern immer nur eines allein; denn als ich aus der Erziehungdes Oheims entlassen war, weil ich nun selbstständig in seiner Richtungvorwärts gehen konnte; that ich es nicht. Ihr wißt, wie sich langeniedergehaltene Kräfte rächen. Ich gab mich nun, da ich frei war, demZuge meiner Einbildungskraft und den Anregungen meiner sinnendenKräfte unbedingt hin. Ich ließ die schönen Künste, und allerlei Schwel-gereien der Gefühle ohne Maß auf meine Seele wirken. Wenn mir da-mals ein hochherziges edles starkes tief fühlendes Wesen entgegen getretenwäre, das aber auch im Schaffen und Wirken tüchtig gewesen wäre, daßsich die Fülle der Habe und Wohnlichkeit ergieße: ich glaube, ich hättecs nicht erkannt und gewürdigt. — Jetzt da die Geschicke es weigern,könnte ich cs wohl.
So wurde ich also durch Zufall, da ich meine Kräfte abgesondertund einseitig übte, ganz das Entgegengesetzte von dem, was meine Er-ziehung bezweckte. Was weiter kam, war die natürliche Folge davon.
Im Kleinen war es ja auch ei» Zufall, daß ich einmal mit denSchwestern Milanollv in einem Wagen fuhr, ohne sie zu kennen, unddaß ich rann mit einet» meiner damaligen Reisegenofsen wieder zusam-men traf, und sie mit ihm hörte.
Noch mehr aber wirkte der Zufall später, da ich mich von meinemZimmernachbar in der Dreifaltigkeit getrennt hatte.
Ich wollte damals, als ich in Wien war, durch die vielen Verbin-dungen, die ich meinem Vater verdankte, eine Stelle erringen, die ichmeinen Fähigkeiten angemessen erachtete; denn das ohnehin nicht großeVermögen von meinen Elter» sah ich durch mein schlenderndes Leben sichnach und nach dem Ende zuneigen. Ich hatte große Versprechungen undzehrte durch den langen Aufenthalt in der großen Stadt noch einen Theilvon Zeit und Geld auf. Da erhielt ich den abschlägigen Bescheid undreiste »ach Hause. Es war die äußerste Zeit, irgend etwas fest zu setzen.Nun fing ich sofort an, durch außerordentliche Thätigkeit und durch sehrgeschickte Berechnungen, welch beides ich von meinem Oheime gelernthatte, mir im Handel ein Vermögen zu erwerben. Ich hatte den Plan,