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aber in viel größerer Menge, dahin fließe, so könne leicht dieser Bach zujenem grünen Wasser hinaus eilen, und etwa gehe der Weg daneben fort.
Er beschloß daher, dem Laufe des Pfades nach abwärts zu folgen.Er bezwang das stürmende Verlangen seines Körpers nach Ruhe — dennauf dem Grase lag überall schon der nasse Thau — und ging unterschmerzhaftem Borwärtsstohen seiner Kniee auf dem Pfade steil abwärts.Der Berg mit den rosenfarbenen Schneeseldcrn zog sich gemach unter denWald zurück, bis nichts mehr, als kalt blaue oder grüue Anhöhen, mitDunststrcifen durchwebt, da standen.
Tiburius kam zu dem Wasser hinunter. Es hastete mit dem Blau-grün seiner Wogen und dem fliegenden weißen Schaume darauf nach ein-ander hin — und was er eben gedacht hatte, traf hier unten ein: derWeg ging neben dem Wasser fort. Er schlug ihn also ein und strengteseine Kräfte, die gleichsam auflösend und trunken waren, auf's Reue uudLetzte an.
Da er eine Weile so gegangen war und bereits Dunkelheit cinzu-treten begann, hörte er plötzlich trotz des Rauschens, das der Bach inziemlicher Tiefe unter ihm veranlaßtc, Tritte hinter sich. Er sah »m,und erblickte einen Mann, der hinter ihm her ging und ihn eben cingcholthatte. Der Mann trug eine Axt über den Rücken, mehrere eiserne Keileüber die Schultern, und hatte starke Holzschuhc an. Tiburius bliebstehen, ließ ihn vollends an sich kommen, und fragte dann: „GuterFreund, wo bin ich denn, und wo finde ich denn in das Bad hinaus?"
»Ihr seid auf dem Wege zum Bade," antwortete der Mann, „aberin der Keis draußen theilen sich die Wege wieder, und der bessere geht indie Zuderhölzer hinauf, da könntet Ihr Euch verirren. Weil ich ohnedemauf dem nämlichen Wege gehe, so könnt Ihr mit mir gehen, ich werdeEuch hinaus führen. — Wie seid Ihr aber den» hieher gekommen, wennIhr nicht wisset, wo Ihr seid? "
„Ich bin ein Kranker," sagte Herr Tiburius, „heile mich durch denGebrauch des Bades, bin auf der Straße ziemlich weit fort gefahren, bindann spazieren gegangen, und habe mich in dem Walde verirrt, daher ichmeinen wartenden Wagen nicht mehr finden konnte."
Der Mann mit den eisernen Keilen sah Herrn Tiburius nach derSeite von oben bis unten an, und mit einem Zartgefühle, das diesenMenschen so gerne eigen ist, und das man ihnen ungerechter Weise nie