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fange zwischen ihm und der Wand gestanden war, kannte er nicht mehrfinden.
Tiburius fing nun, was er seit seiner Kindheit nicht mehr gethanhatte, zu rennen an, und rannte auf dem Pfade in höchster Eile einegrase Strecke fort, aber der Pfad, den er gar nicht verlieren konnte, bliebimmer gleich, lauter Bäume, lauter Bäume. Er blieb nun stehen, undschrie so laut, als es nur in seinen Kräften war und als es seine Lungenzuließen, ob er nicht von seinen Leuten gehört würde, und eine Antwortzurück bekäme. Er schrie mehrere Male hinter einander und wartete inden Zwischenräumen ziemlich lange. Aber er bekam keine Antwort zurück,der ganze Wald war stille und kein Laublein rührte sich. In den vielenAesten, die da waren, sank die Menschenstinnne wie in Stroh ein. Erdachte, ob nicht etwa die Richtung, in der er gerannt war, sich von derStraße, auf der sein Wagen stand, eher entferne, als nähere, da er sichetwa in dem viele» Suchen umgewendet haben könne, ohne es zu wissen.Dem zu Folge wollte er jetzt wieder in der nämlichen Richtung zurückrennen. Er warf »och eher de» Enzian, den er noch immer in der Handhatte und der ihn jetzt mit dem fürchterlichen Blau so seltsam anschaute,weg und rannte dann zurück. Er rannte, daß ihm der Schweiß hervortrat, und wußte nun wieder nicht, ob das die nämliche» Gegenständeseien, die er im Herrenncn gesehen kabe. Als er eine so große Strecke,die er früher in der einen Richtung gemacht, jetzt nach der entgegengesetz-ten zurückgelegt zu haben glaubte und eine gleiche dazu, hielt er wiederinne und schrie abermals — allein er bekam wieder keine Antwort, cswar nach seiner Stimme wieder alles stille. Hier war es auch ganz an-ders als an dem früheren Orte, und wildfremde Gegenstände standen da.Die Buchen hatten aufgehört; es standen Tanne» da, und ihre Stämmestreckten sich immer höher und wilder. Die Sonne stand schon schief, cswar Nachmittag geworden, auf manchem Moossteine lag ein schreckhaftblitzendes Gold, und unzählige Wässerlein rannen, eins wie das andere.
Herr Tiburius konnte es sich nicht mehr läugnen, daß er ganz undgar in einem Walde sei, und wer weiß, in welch großem. Er war nie inder Lage gewesen, sich aus solchen Sachen heraus finden zu müssen, undseine Noth war groß. Dazu gesellten sich noch andere Dinge. Er hattein dem Hin- und Hergehen durch das Gras, als er von dem Pfade abge-wichen war, um die Steinwand zu finden, nasse Füße bekommen, er war