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3 (1855)
Entstehung
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schaute in das Bild so hinaus, dis nach und nach alles verglomm underlosch, und nichts mehr als die dichte Finsterniß da war.

In derselben ging er an den schwarzen Geistern der Bäume vorbei,langsam und »achdcnkend in das Haus.

Er hatte beschlossen, morgen doch die Insel zu verlassen.

Als die Zeit des Abendessens gekommen war, begab er sich aus sei-nem Gemache über den Gang in's Speisezimmer. Der Oheim saß schonan dem Tische und sofort wurde aufgctragcn. Der Greis cröffnete demJünglinge, daß der alte Christoph von der Hul die Nachricht gebrachthabe, daß der Fischer morgen mit Tagesanbruch an dem Landungsplätzeharren werde, wo er Victor bei seiner Ankunft ausgesetzt habe.

„Du kannst also," schloß der Oheim, „morgen nach dem Frühstückefort fahren, wenn Du cs Dir so vorgenommcn hast; denn Du bist voll-kommen Dein Herr, und kannst thun, wie cs Dir gefällt."

„Ich habe mir wohl in den Sinn genommen morgen fort zu rei-sen," cntgegncte Victor, „aber ich lege es doch in Eure Hand, Oheim,und werde thun, was Ihr für gut haltet."

„Wenn cs so ist," sagte der Oheim, „so halte ich, wie ich schon amMittage sagte, für gut, daß Du morgen gehest. Was die Zukunft brin-gen kann, das bringt sie, und wie Du meinen Rath befolgen willst, sobefolgst Du ihn. Du bist in allen Stücken ohne Bande."

„Ich werde also morgen den Fischer auf dem Landungsplatze anf-suchen," entgcgnete Victor.

Diese Worte waren die einzigen, welche die zwei Verwandten überihre Verhältnisse während des Abendessens gesprochen haben. Ueberfremde Gegenstände redeten sie noch mehreres. Namentlich erzählte derOheim, daß der alte Christoph schon vor dem Gewitter in die Hul hinausgefahren sei, daß das Gewitter dort und besonders gegen den Ausflußder Asel hin fürchterlich gewirthschaftct habe, cs seien bei dem Bergstürzeneue und zwar ungeheure Trümmer hcrabgcfallen, und cs habe dasWasser die Ufer in erschreckender Weise ausgcstoßcn.

„Und bei uns, da cs über die Grisel ging," fuhr er fort, „war csso sanft und zahm, daß cs mir dte Blume» gut befeuchtete, und kaumeinige von ihren Stäben hcrabgeschlagcn hat. Christoph, der nach demGewitter herüber gefahren war, wunderte sich, daß er bei uns so wenigVerwüstung antraf."