Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
Seite
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mich in den Sec werfen lasse, als daß ich den Hund ertränke, der mitmir ist/'

Ich werde cs ihm sagen/'

Mit diesen Worten kehrte sich der Mann um, und wollte fortgehen.

Victor rief ihn noch ein Mal nach :Christoph, Christoph/'

Was wollt Ihr, junger Herr?"

Ist kein anderes Haus, oder eine Hütte, oder sonst ein Ding aufder Insel, in welchem man übernachten könnte?"

Nein, cs ist nichts da," antwortete der Diener,das alte Klosterist zugesperrt, die Kirche auch, die Speicher sind mit altem Geräthe voll-gepfropft, ebenfalls verschlossen, und sonst ist nichts da/'

Es ist auch gut," sprach Victor,das Haus meines Oheims be-suche ich durchaus nicht von diesem Hause verlange ich keinen Schutz.

-Mir däucht, der alte Schiffman», der mich herüber geführt hat,

hat Euren Namen genannt, und hat gesagt, daß Ihr manchmal in dieHul hinaus kämet/'

Ich hole unsere Lebensmittel und andere Dinge herüber/'

So hört mich an, ich will Euch Euren Fährlohn reichlich zahlen,wenn Ihr mich heute noch in die Hul hinüber schifft."

Und wen» Ihr noch mehr zahltet, als ich verlangen wollte, sowäre cs dreimal unmöglich. Erstens stehen alle Kähne in dem Bohlen-verschluffe, das Thor ist gesperrt, und jeder Kahn liegt noch mit einemSchlosse an seinem Balken angcschlossen, wovon ich keinen Schlüsselhabe. Zweitens, wenn auch ein Kahn wäre, so wäre kein Fährmann.Ich werde cs Euch erklären. Seht Ihr dort gegen den Orla zu die wei-ßen Flecke, die auf dem See sind. Das sind Nebelflecken, die gleichsamauf den Steinen des Orlaufers sitzen. Wir heißen sie die Gänse. Undwenn die Gänse einmal in einer Reihe da sitzen, dann kömmt Nebel.Wenn die Abcndwehe, das ist der Wind, der nach jedem Sonnenunter-gänge aus den Schluchten auf den See heraus geht, aufhört, dann istin einer halben Stunde der Sec mit Nebel angefüllt, und da kann mannicht wissen, wohin ein Kahn zu leiten ist. Unter dem Wasser laufendie Gebirgsgrate hin, die oft nur ein wenig bedeckt sind. Wenn man zucinein solchen Grate gcriethe, und ein Leck in das Schiff stieße, da müßteman aussteigen und in dem Wasser stehen bleiben, bis man am Tagevon Jemanden gesehen würde. Aber man würde von Niemanden ge-