Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
Seite
36
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Haupt, dm Gang und die Haltung seines Vaters Er wird schon gutwerden, und meine Thräncn, mein Kind, sind Frendenthränen."

Ach die meinen nicht, die meinen nicht," sagte Hanna, indem sieihr Tuch neuerdings vor die unersättlich schmerzlichen Angen hielt.

Victor war unterdessen durch das Psörtchen hinaus gegangen. Erging an dem großen Fliedcrbusch vorbei, er ging über die beiden Stege,an den vielen durch so lange Jahre bekannten Obstbäumen vorüber, undstieg gegen die Wiesen und gegen die Felder hinan. Auf dieser Höheblieb er ein wenig stehen, und da er unter den schwachen undeutliche»Tönen des Dorfes auch das wüthende Heulen des Spitzes vernahm, denman hatte fangen und anbinden müssen, damit er nicht mit gehe: sobrachen auf einmal die siedenden Thränen hervor, und er rief fast laut indie Lüste:Wo werde ich denn wieder eine solche Mutter finden und

solche Geschöpfe, die mich so lieben?-Vorgestern eilte ich so sehr

aus der Stadt heraus, um noch einige Stunden in dem Thale zuzubrin-gen, und heute gehe ich fort, um alle, alle Zeit anders wo zu sein."

Da er endlich an eine Stelle gekommen war, die nicht mehr weitvon der höchsten Schneide des Berges entfernt war, schaute er noch ein-mal, das letztem»!, zurück. Das Haus konnte er noch erkenne», eben soden Garten und die Planke. Im Grünen sah er etwas, das so rothwar, wie Hanna's Tuch. Aber cs war nur das Dächelchen eines Schorn-steins.

Dann ging er noch die Strecke bis zu der Bergschneidc empor erblickte doch wieder um ein glänzend schöner Tag lag über dem ganzen

Thale.-Hierauf ging er die wenigen Schritte um die Kuppe herum,

und alles war hinter ihm verschwunden, und ein neues Thal und eineneue Luft war vor seinen Augen. Die Sonne war indessen schon ziem-lich weit herauf gekommen, trocknete die Gräser und seine Thränen, undsenkte ihre wärmeren Strahlen auf die Länder. Er ging schief an demBerghange fort, und da er nach einer Weile seine Uhr hervorgezogcnhatte, zeigte sie halb acht.

Jetzt wird das Bettgcstellc schon leer da stehen," dachteer,dasletzte Gerüche, das mir blieb. Die Linnen werden heraus genommensein, und das ungastliche Holz wird hervor blicken. Oder vielleicht ar-beiten die Mägde schon in meinem Gemache, um ihm eine ganz andereGestalt zu geben."