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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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vie in Schrift bewahrte Erfahrung und Weisheit der Vorzeiten.Wärme nnd Licht des Göttlichen im Evangelium machte die Ketterer Leibeigenschaft, die Eiscnzepter der :yranncn, die Bande tod-tcn Kirchcnglanbeus verwittern; die Nebel des ererbten Aberglau-bens nach nnd nach anseinandcrflicßen.

Und abermalswar die Zeit erfüllt", zu einem neuen Welt-alter reif. Es sprengte die Kraft des Schießpulvers jetzt dieFelscnbnrgcn zwinghcrrlichcn Rittcrthums nnd verrückte die er-schütterten Schranken erblicher Stände nnd Kasten. ES lüfteteein kühner Schiffer den Vorhang von unbekannten Wcltgcgendcn,und knüpfte, rings um den Erdball, Verband nnd Verkehr zwischenNationen, .die von ihrer gegenseitigen Vorhandcnhcit, seit Jahr-tausenden, nicht gewußt hatten. Das Jesnswvrt scholl über dieMeere hinaus in die Wildnisse Amerika'S und Australiens. Nunschüttete Gnttcnbcrgs Werkzeug die Schätze des Gottcswortcüund des Nltcrthnms in die Tiefen des Volks, nnd ward ein Sprach-rohr der Geister zu Geistern, wie zu denen, die nach Jahrhunder-ten noch kommen sollen. Nun erst strömte der Gcistcsreichthum,welchen Christus gegeben, in das Leben andrer Welttheile über.In Europa selber, dem bisherigen Herde des ewigen Lichtes, hat-ten schon einzelne Glanbenshcldcn, die Tennen der Kirche, nachdem Bedürfniß ihrer Tage, gefegt, und Anfang gemacht, dieSpreu des Inden - nnd Heidenthums vom fruchtbringenden Kernzu scheiden.

Und der Staub und Moder der verwesctcn Vorwclt fällt nochmehr nnd mehr, von Jahrhundert zu Jahrhundert, ab von denVölkern nnd ihren Thronen, ihren Gesetzbüchern, Kricgspanieren ,Altären nnd Richtcrstühlen. Das ist der Zauber des Evangeliums!Schon sehn wir, inmitten der civilistrten Barbarei, allerorts dersittlichgrofien, hochmcnschlichen Wesen, d. i. der reinen Jesus-jünger viele. Diese Entwilderung der Menschheit, diese Civili-