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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
337
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nannte nicht seine eigne Mutter, nicht seine leiblichen Brüder nur,die ihm Verwandtesten, sondern sprach: Wer den Willen thntmeines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, meine Schwerstcr, meine Mutter*). Wie er den Allvater seinen Vater, sonannte auch er sich hinwieder einen Sohn, Gottes wie auchalle MenschenSohne Gottes" **) ('urot ron Seon). Und wieer sich einen Gottessohn nannte, so auch einen Men schen-sohn, der nicht göttliche Anbetung und Dienst forderte***), wohlaber, daß man in ihm und seinem Wort den Vater ehre, der ihngesandt hatte f). Wiewohl jeder Sterbliche, welcher zur Erleuch-tung der Mitcrschaffnen, sei es in weitern oder enger» Kreisenwirkt, ein Werkzeug des Allerhöchsten, ein von demselben in dieWelt Gesandter genannt werden kann, ist Christus dieses dochim herrlichsten Sinn des Wortes. Seine Enthüllung der Gottcs-offcnbarnng, seine Lehre, welche Stamm und Wurzel allerReligio neu in der Welt ist, bezeugt, daß, wie in jedem GeisteGöttliches wohnt, in ihm eine Fülle des Göttlichen war. Undwem diese Urkunde der göttlichen Sendung nicht genügt, der findetsie in den Wundern der Weltgeschichte, in der weltordnenden Ge-walt über dem Entwicklungsgang des Menschengeschlechts.

Denn Christus erschien, zur Weltcrlösnng aus den Bandender Geistesfinsterniß und Vcrthicrung,als die Zeit erfüllet war";da sein Wort Wurzel schlagen und das Senfkorn des Evangeliumszum wcltbeschattenden Baum anfwachscn konnte; nicht früher,nicht später! Er erschien, als viele Propheten und Weisen derVölker schon ihm den Weg bereitet hatten; als in einem großen

') Matth. 12, SO.

**) Röm. 8, 11 18. Matth. S , IS.

Matth. 20, 28.

t) 3°h. S, 23.

Zsch. Setbstschau. ll. ll*