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beide auch verbunden sind, beharrt jedes doch unwandelbar in sei-nem Wesensgesetzthum; der Geist in seinem Fordern des Wahrenund Heiligen; die Seele im Fordern des Anmuthige» oder Be-seligenden.
Im menschlichen Gemüthe, wo die Vermählung beider Wesens-artungen, in wechselseitigen Erregungen, besteht, wird das Ver-langen beider nach Erfüllung ihres Gesetzthnms zum gemein-schaftlichen Verlangen. Das den Sinnen Anmuthige sollnicht dem Erkenntnis;- und Heiligungsgesetz widerstreiten; und hin-wieder das Wahre und Heilige soll mit Anmuth bekleidet sein.Diese Verschmelzung der drei höchsten Wcsensgcbotc, dieseDreieinigkeit im Gcmüthe, wird in der Vorstellung, wie ei»Erfüllbares, zum Urbild des Schönen; das heißt, des unbe-dingt und unendlich Schönen. Denn im Wesenthum des Geistes,wie der Natur, ist nichts Begränztes, nichts Endliches, als dasAnderssein im Erscheinen.
Einheit der drei höchste» Gebote: Anmuth, Wahrheit, Heilig-keit. Das Schöne im Anmuthige», Komischen» Erhabnen,Tragische».
Wir suchen irrtümlicherweise in der Außenwelt, was doch nurin uns, als das Vollendetste, herrschend ist; und vergebens.Wir streben, es durch Kunst in die Wirklichkeit hiuauszngcstal-ten; aber wie mag das Unendliche in der Endlichkeit erscheinen?Das Urschöne lebt im Innern des Gemüths; aber ln der Welttritt es nur endlich und begräuzt hervor, als Schönheit; gleich-wie die Acnßerung des Heiligen, draußen, nur als Tugend. Esliegt das Werk des glücklichen Künstlers allzeit tief unter seinen:Ideale.