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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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ausgestellt werden, dem veränderten Bedürfnlfi der Gesellschaftvernünftiger Weise gemäß

90. Natürliche »nd künstliche Gleichheit und Ungleichheit derMenschen.

Neben der nrrcchtlichen Gleichheit der Sterblichen, vvnwelcher Farbe sie sein mögen, besteht jedoch auch eine natürlicheUngleichheit derselben, rücksichtlich ihrer körperlichen und geistigenEigenschaften, ihrer Schicksale, Neigungen, Tüchtigkeiten, Be-schäftigungsarten, Lebensweisen und übrigen Verhältnisse. Ebenin dieser Ungleichheit liegt der geheime Zauber, durch welchenMenschen mit Menschen verbunden werden; einer dem anderndienstbar und hülfreich wird; einer nach dem strebt, was ihm imAndern Gegenstand der Hochachtung wird. Wir lieben in Andernnur uns selber; aber nicht, als das, was wir schon sind, sonderndurch sie noch werden möchten. So ergänzt sich gleichsam Einerdurch den Andern, und fügt zu dem, was ihm Natur und Schick-sal verlieh» hat, den Gcnnß dessen, was ihm versagt ist und An-dern gehört.

Es glaubte von Zeit zu Zeit menschlicher Blödsinn, auch hierindie ewige Weltordnung verbessern zu können. Er versuchtekünstliche Gleichheit in der bürgerlichen Gesellschaft herzu-stellen. Er führte, um Unterschied des Rcichthums und der Ar-muth aufznheben, Gütergemeinschaft ein; oder gleiche Verthcilnngdes Bodens unter den Genossen der Gesellschaft, ohne eine Gleich-heit der Talente, Kräfte, Tugenden und aller Umstände schaffenzu können, ans welchen nothwcndig immer wieder Ungleichheit imBesitz irdischer Glücksgüter entspringt. Man verbot das Daseindes Stroms; aber ließ dessen »nhemmbare Quellen rinnen. All-