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von Heiligkeit, Freiheit und Wahrheit. Und voll begeisterndenEntzückens werden, diesen Geistesgütern, jene Freuden geopfert.Das Jünglingsalter ist sich des Wollcns vom Edcln, nnd derKraft zur Selbstüberwindung für dasselbe bewußt.
Erziehung, Himmelsstrich, BcschästignngSweisc und Schicksaleder Völker haben, auf deren geistige Freiheit und sittliche Heili-gung, großen, auch mehr oder weniger beschränkenden Einfluß.Mer dieser ist nur beschränkend, nicht tödtend, für das Wahl-vermögcn zwischen Gutem und Bösem. Je weniger Bedürfnisseein Volk, bei einfacher Lebensart, hat; oder je weniger Müheihm die Befriedigung seiner Bedürfnisse verursacht: um so leichterwendet sich sein Geist der Liebe des Himmlischen zu. Wie vielSittcncinfalt nnd Rcchtlichkcitssinn, verbunden mit Besiegung derdawider strebenden thicrischc» Reizungen, erblicken wir sogar inden patriarchalischen Zeitaltern der crfahrungSarmcn Völker!
Je mehr Anstrengung es aber den Menschen kostet, zur Er-haltung des Lebens und Wohlseins, das Nöthtge zu erschwingen(sei es wegen Nnwtrthlichkeit des Bodens, wegen allzugcdrängterVolksmenge, Gewöhnung zu erkünstelten Lcbcnsbcquemlichkciten),um so ausschließlicher wendet der Geist seine Thätigkcit der Auf-findung von Mitteln zu, das Leben zu fristen, oder sinnlich zuveranmuthigcn. Der Verstand des Volks wird dann vorzüglichnur für irdisches Behagen in Anspruch genommen. Ihm lassenArbeit nnd Sorge kaum Zeit zur Beschäftigung mit göttlichenDingen und zum eignen Denken. Es nimmt dann, ohne Prüfung,und ans Treu und Glauben, von Priestern, Schullehrern oderbürgerlichen Obrigkeiten an, was sic als Wahrheit ausgebcn;und Gewohnheit macht den Vorrath von falschen Begriffen undAnsichten, von abergläubigen Meinungen nnd Vornrtheilen, znmHetligthum der Menge, zur Weisheit des Pöbels. — Die„materiellen Interessen" werden und bleiben dann höchste Angc-