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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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nimmt; und ihm cinc Weihe verleiht, die sie nicht hat. Urfreizwischen zwei Neichen des wesenden Alls, kann er das Gesetz deseinen, wie des andern, verwerfen, oder erfülle». Meisternd be-gegnet er, wenn er will, dem Sturm der Welt, dem Schicksal,den Gewalten der Natur; und zerbricht sogar, für das Hcilig-thum seines IlrsclbsteS, die Gesetze der Natur, unter denZuckungen des widerstrebenden Lebens und unter dem Schmerzens-schrei der Seele. Der göttlichere Mensch kann freiwillig für dassterben, was herrlicher ist, denn Leben und Seligkeit hicniedcn;kann für Tugend und Wahrheit den Verkehr mit der Naturaufhcbcn. Kein Thier vermag es, weil es in ihrem Gesetz ge-fesselt geht.

So erhebt sich der wesende Geist über die Schranken der Natur.Er, mit der Leuchte der Vernunft, durchforscht sie; aber, nichtihrer selbst, sondern seiner höherer Ziele willen. Er strebtempor in seiner Freiheit, dem Heiligen und Göttlichen zu; nichthinab zu ihr. Er steht über der Natur. Ihr Gebiet endet,wo die Nothwcndigkeit. Er ist das Vcrbindungsg licd zwischenihr und einem erhabnern Wescureiche. Sein Fuß taucht inihre Tiefen; sein Haupt in den Glanz eines übernatürlichenWescnreiches.

80. Strebe» des Geistes, innerhalb seines GesctzthuniS, mitWahlsrciheit z»m Erkenne» »nd Heiligsein.

In den »»erlernten Aussprüchen des gesunden Verstandes allerJahrtausende und Wcltthcile, verkündet sich das Bewußtsein derganzen Menschheit von ihrer Willensfreiheit. Diese ist nichtbloß Gedanke einer Schule, einer Kirche, einer Synagoge, einerMoschee, oder Pagode. Sie ist ausgesprochen in den Sprachen