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der aus solchen Gegenständen, ihren Formen, Bewegungen undVerhältnissen hcrvorgehendcn Möglichkeiten, die eben so schnell einG efühlsurtheil (57.) werden, und, rückwirkend auf die Lcbcns-triebc, sie zu irgend einer Begierde erwecken. Zwar Auge undOhr bei Thiercn der obcrn Gattungen, wie der untern, empfan-gen von ihren nähern und entfernter» Umgebungen Eindrücke vonGestalten, Farben und Tönen. Aber nur Thicrc, in welchen einSinn für Aufmerksamkeit erweckbar ist, haben Fähigkeit, ihrOhr und Auge ausschließlich (und gleichgültig gegen alles Uebrigc)einem einzelnen verdächtigen Geräusch, einer einzelnen Gestaltzuzuwenden und, Bekanntes oder Unbekanntes, mit Beharrlichkeitzn beobachten. Das Geschlecht der Hunde, Katzen und andrerRaubthierc kann, mit dieser Gabe der Natur ausgostattet, alsBeispiel dienen; mehr noch das Affengeschlccht. — In höher»Klassen der Thicrwelt steigert sich, auch wenn alle Bedürfnisse ge-sättigt sind, und alle Begierden schweigen, die Aufmerksamkeit zueinem eignen Wohlgefühl, zu einer Art müßiger Neugier. Siehorchen und blicken sorglos umher, in den Wandel der Umgebun-gen, verfolgen aufmerksam bald diese, bald jene Erscheinung darin,von welcher sic weder zu fürchten, noch zn hoffen haben, gleichsamwie ans Lust nach lebhafterer Betätigung durch Wechsel derThätigkeit. Das Ungckannte, daher das Gehcimnißvolle,fesselt Aufmerksamkeit und Neugier am stärksten.
Dabei werden die äußern Sinne nur Werkzeuge dieses in-ner». Der innere Sinn lenkt die äußern dem Bekannten, oderUnbekannten, örtlich zu, es näher zu erforschen. Die Seelesammelt sich, beim Aufmerksamwerden, vorzugsweise in dem, oderdiesem Sinnesorgan, um dessen Kraft zu verstärken. Sie verläßtzum Thcil sogar die übrigen Gegenden des Leibes, welche dannärmer an Empfindlichkeit, ja manchmal ganz empfindungslos wer-den, das heißt, fast unbescelt sind. Denn, wo das Empfinden