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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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Bedürfniß fesseln, oder entlassen, vcrthcilcn und ordnen: sondernauch auf die Lcbensartungcn, die Stoffe und die Kräfte, welcheaußer den Gränzen ihres Gebildes, ihnen mehr oder minderverwandt, oder ungleich, vorhanden sind. Jene Wirksamkcitswcisewäre ohne diese nicht möglich. Im Weltall, dem Anderssein desWesenden, dem Wicdcrschein des All-Einen der Natur, be-steht jede der einzelnen Erscheinungen, und deren Gcsammtheit,durch und für einander, hervorgetretcn; durch und für einanderbedingt. Darum wirken auch die außerhalb des pflanzischcn undthicrischcn Körpers regen Artungen des Lebens, des Stoffs undder Bewegkraft, ans diesen Körper eben so gewaltrcich zurück.Mangel, oder Uebcrflnß der Nahrungsstoffe, des Lichtes, derWärme, der Dunkelheit, der Kälte, der elektrischen, galvanischen,magnetischen Flüssigkeiten, beschränken, oder hemmen, oder crwei.tcrn und begünstigen, die Lcbensthätigkeit in den Geschöpfen.

Am bemerkbarsten macht sich dieser Einfluß überall bei der vcr-schicdncn Beschaffenheit des Bodens, des Wassers und der Luft,welche für Thicre und Pflanzen gleichsam die allgemeinen Behälterder ihnen entsprechenden Lebstoffc und Bewcgkräfte sind. Wir ken-nen die Einwirkungen der Tage und Nächte; die noch größer» derJahreszeiten und Klimate. Nicht nur die Thätigkeit der Lebcns-gattnngcn wird in denselben geändert, im Winter bcgränzt, wonicht gehemmt; im Frühling neu angeregt; im Sommer und Herbstvollständig: sondern die Gattungen des Lebens selber sammeln sichzur Schöpfung ihrer stosfischcn Gebilde nur da, wo Erdreich undHimmelsstrich ihrem Gcsetzthum am verwandtesten und zusagendstensind. Palmen, Banianen und Aloen, die Löwen, Boaschlangenund Papageien, zieh» nur zur Licht- und Wärmefülle des Südens;Fichten, und Flechten der mannigfachsten Art, Nennthicre undEisbären gedeihen nur in der Winterlichkeit von Tagen und Näch-ten des Nordens.

Zsch. Selbstschau. II. 5*