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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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tungcn des Lebens, vervielfältigen, vermannigfachen, veredeln,bevor es Hähern Gattungen des Lebens zu reichen Gliederungentaugen konnte. Der Gigantenkampf einander widerstrebender Stoffeund Bewegkräftc mußte erst, wenn auch nur znm Thcil ausge-glichen sein, ehe das belebende Ur sie zu seinem Dienst bändigen,und sich in ihnen reicher offenbaren konnte. Frage niemand: wozuwar, was keines Sterblichen Auge erblicken konnte? Die Naturweset und schafft nicht für den Sterblichen bloß, sondern in undfür sich, als ihr Selbstzweck. Sic weset und schafft auf den Gc-birgsgipseln, in den tiefsten Tiefen der Meere und bei den gchcim-nißvolicn Erdachsen, wohin nie der Fnß eines Menschen getreten ist.

Es ist schon mehr, als ein Weltuntergang gewesen! Die Naturzwar ist ewig; aber in ihren Erscheinungen zeitlich, weil endlich,von: Allgemeinen zum Besonder,: sich entfaltend in jedem Einzel-nen ihrer Werke. Jede Pflanze, jedes Thier, jeder Mensch hat,vor der eignen Vollendung, eine Kindheit. Auch das Leben desErdballs, dieses kleine.» Einzclkörpcrs unter den übrigen Sternen,hat eine Kindheit.

Das Tiefste unscrs Wcltkörpers, so Welt wir cs durch seinegcborstnc Rinde kennen, bietet nur den Anblick verdichteter Stoffe,als Grund- und Urgebirg. Nirgends meldet sich darin eine Spurbelebt gewesener Dinge. Erst in spätergcwordnen, darüber gela-gerten Nebergangsgebirgen entdecken wir vereinzelte, wenige Ab-drücke, oder Versteinerungen von vorhanden gewesenen Schaal-thicren. Doch ihre Arten und Gattungen sind von der Erde ver-schwunden und nicht mehr in unfern Meeren vorhanden; und gc-' wiß, wie sic, auch mannigfaltige Arten noch viel einfacher gebauterPflanzen und Thicrgcbilde, welche weit früher, als sie, entstandensein müssen. Aber diese zerflossen ohne Zweifel, als bloß schleim-und gallertartige, formlose Gewächse, in die übrigen Stoffmafsen,spurlos. Dergleichen Erstlingsgcstalten des Lebens, oft dem bloßen