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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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zu halten, als was vor den Sinnen stvffisch daliegt und aus mit-telbarer Erfahrung (l2.) gekannt wird. Leben doch auch noch inunfern Tagen kcnntnlßreichcrc Männer, die sich nicht vom Sinnen-schein loswindcn können und jeden Beweis für die Vorhandenhciteines Wesenden unvollständig finden, dem, zur gedanklichen Ge-wißheit, Erfahrungen durch die Sinne (zu den subjektiven, dieobjektiv zureichenden Gründe) abgehn. Sie kennen, oder anerkennen,die höhere, unmittelbare Erfahrung des Geistes nicht, die alleGeister lehret, was keiner der Sinne lehrt und lehren kann.

Daher sollen wir das Alterthnm nicht hart tadeln, wenn cssich seine Gottheiten aus einem unendlich zarten Stoff gebaut vor-stellte; oder jene später» Philosophen, welche die Materie für dasAlleinwcsenhafte hielten, dem Alles, selbst der menschliche Geist,nnd der erhabenste seiner Gedanken entblnhe.

Das Weltall, das Abbild der allgegenwärtig sachlichwesendenNatur, muß nothwcndig, wenn auch die Sinne cs verneinen könn-ten, ein Gränzcnloses sein, weil der Geist sie, als das Unbedingte,Unendliche erkennt, nnd er das der Natur Gleichartige, ihr Be-wußtsein ist. Er bestätigt nicht die Aussagen der Sinne; sondernumgekehrt, diese müssen zuletzt immer nur bezeugen, was schonsein allgemeines, nnabwehrbar-nothwendiges Wissen ist.

S9. Stoffruhc. Bcwegkraft.

Wie das gränzcnlose, in sich ruhende, materielle Weltall dieunwandelbare Beharrlichkeit des Sachlichwescns der Natur darstellt;erscheint, gegensätzlich von dieser Beharrlichkeit, ihr WirkenodcwAcndern (in ihrem Anderssein), als das Bewegen. Undeben durch dieses steigt, in diesem Anderssein des Wesenden, ansdem Schoos des Unendlichen, das Endliche; aus dem Gränzenlosendas Bcgränzte; aus dem Unbedingten das Bedingte; ans dem Be-