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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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Wesendes sein sott. Das Ungleiche kann nicht mit Ungleichem un-mittelbar in Einheit treten. Es ist das Unvereinbare, d. i. sich,als Einheit, Widersprechende.

Doch auch das Eine und Gleiche, eben weil es schon Einheitist, kann nicht mcbr vereint werden, als es schon ist, und mußdaher zum Anderssein in sich abstoßend wirken, wenn ein Aendernstattfinden soll.

Mithin könnte man die Unvereinbarkeit des Ungleiche»und des schlechthin Gleichen als drittes Gesetz des Wir-kens gelten lassen; doch auch dieses ist schon im Vorigen ausge-drückt, und steht hier nur verncinungswcisc gestellt.

Diese Urgcsetze der Natnr, welche die Welt überall in dermenschlichen Erfahrung ausspricht, find aber, weil der Geist Wesen-Haft das Gleichartige der Natnr ist, auch die Urgcsetze desDenkens. Du wirst im Gesetz der Abstoßung und Anziehung, desNebergangS vom Gleichartigen zum Gleichartigen und der Unver-einbarkeit des Ungleichen und schlechthin Gleichen den bekanntenSatz des Widerspruchs der Uebereinstimmnng nnd des zureichendenGrundes wieder erkennen; gleichwie sich alle Erscheinungen nachdem Erkcnntnißgesetz des Zahl- und Beschaff enheitsverhält-nisseS (10.) zur Einheit ordnen.

Aber ich fürchte, durch beständige Wiederholungen z» ermüden,und nur mit neuen Worten zu verdunkeln, was in frühern hellgewesen.

In der Betrachtung des bunten Reichs der Dinge um uns hergewinnen wir unlängbar durch Erfahrung eineDoppelgewißheit.Einerseits lehren uns die fünf Sinne, daß Alles in der WeltGränzcu habe, Alles endlich, Alles wandelbar sei. So gewißdieses ist, eben so gewiß steht anderseits die Erfahrung: daß inden Veränderungen der Welt nichts gewiß nnd beharrlich sei, alseben das Aendern selber; und daß in der Begränztheit der Stoff-