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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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sie nicht als seine Schöpfung anerkennen, so würde er sic füretwas in sein Ich durch ein anderes und höheres Wesen Hincin-gcspiegcltes halten muffen, oder sich nur für den Anschancr desWunderbaren im Ncbcrirdischcn jenes Hähern Wesens. Beides schonwar der Gedanke einzelner frommer Weisen. Was große Geistervon göttlichen Dingen gedacht, ist selten, oder nie, ohne einenfesten Hintergrund der Wahrheit, welcher alle Ncbelgcbildc ihrerTäuschungen oder Systeme dnrchschimmcrt und dem Ganzen einenSchein der Wahrheit gewähren kann, der uns fesselt.

Nur wer die Außenwelt, als überall nicht vorhanden, son-dern nur als ein Gcdankcnspiel ansicht, das aus seinem eigenenIch hcrvortritt, hebt, mit den äußern Sinnen, zugleich alle Ver-nunft in sich auf. Nichts außer ihm hätte Wesen und Dasein; erwäre das Ich und das All. Er stände, als der Ewigcinsame,nur in Gesellschaft der Vorstellungen, die ohne sein Wissen undWollen aus ihm hcrvorbrächcn. Er wäre der Gott, dessen Weis-heit vor den eigenen Werken verstummte und dessen Macht vor deneigenen Schöpfungen zittern müßte. Eine Nothwcndigkcit, unab-hängig von seiner Gewalt und die er doch zugleich selber wäre,schwänge ihr Zepter, in seinem Ungeheuern Weltmährchcn, widerihn selbst; er wäre die Einheit und Zweiheit seines Jchs; wäredurch innern Widerspruch währ; das Bewußtsein wäre Lüge, dasSinncnzcngniß Wahnsinn.

Warum aber Worte verlieren über die qualvolle Majestät solchesGvttheitstraumS vom Jch-All! Jeder Schritt in der Wirklichkeitvernichtet ihn.

Durch die Pforten des Seelischen, durch alle Wege der Sin-nen, die wir mit den Thicrcn gemein haben, dringen die Bewe-gungen des Festen und Flüssigen, des Bittern und Süßen, derDüfte, der Töne, der Gestalten und Farben in unser Bewußt-sein, zu Vorstellung umgewandelt. Dadurch wird uns ein urgcwiffcS