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Oberon.
27 .
Der Edle hört sein Urtheil schweigend — blitzetAuf das verhaßte Weib noch einen Blick herab,
Und wendet sich, und geht in Fesseln ab,
Aus einen Muth, den nur die Unschuld giebt, gestlltzct.Kein Sonnenblick erfreut das fürchterliche Grab,
Worin er nun-tief eingekerkert sitzet;
Der Nacht des Todes gleicht die Nacht, die ans ihn drück!Und jeden Hoffnungsstrahl in seinem Geist erstickt.
28 .
Ermüdet von des Schicksals strengen Schlägen,Verdrossen, stets ein Ball des Wechsclglücks zu sein,Seufzt er dem Augenblick, der ihn befreit, entgegen.Schreckt ihn das Vorgefühl der scharfen Feuerpein:Die Liebe hilft ihm's übertäuben;
Sie stärkt mit Engelskraft die sinkende Natur.
Bis in den Tod (ruft er) getreu zu bleiben,
Schwor ich, Amanda, dir, und halte meinen Schwur!
29 .
O daß, geliebtes Weib, was morgenBegegnen wird, auf ewig dir verborgen,
Auf ewig auch, dir, treuer alter Freund,
Verborgen blieb'! — Wie gern erlitt' ich unbeweintMein traurig Loos! Doch, wenn ihr es erfahret,
Erfahret wessen ich beschuldigt ward, und mit
Dem Schmerz um meinen Tod sich noch die Schande paaret
Zu hören, daß ich nur was ich verdiente litt —