Druckschrift 
Oberon
Entstehung
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Zweiter Gesang.

1.

Eo zieht bas edle Paar, stets fröhlich, wach und munter,Bei Sonnenschein und SternenlichtDrei Tage schon den Libanon hinunter;

Und wenn die Mittagsgluth sie auf die Scheitel sticht,Dient hohes Gras im Schatten alter CedernZum Ruheplatz; indeß in bunten FedernDas leichte Volk der Luft die Silberkehlen stimmt,

Und traulich Theil an ihrer Mahlzeit nimmt.

2 .

Am vierten Morgen läßt ein kleiner Haufen Reiter--Sich ziemlich nah auf einer Höhe sehn.

Es sind Araber, spricht zu Hüon sein Begleiter,

Und aus dem Wege dem rohen Volke zu gehn,

Wo möglich, wäre wohl das beste:

Ich kenne sie als unverschämte Gäste.

Ei, ei, wo denkst du hin? erwiedert Siegwins Sohn,

Wo hörtest du, baß Franken je gestehn?