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Oberon
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Zwölfter Gesang.

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M

24 .

Drauf, als sie schamhaft sich in alle ihre Schleier

Gewickelt, lügt sie, mit dem Ton

Der Unschuld selbst, ein falsches Abenteuer:

Wie dieser schändliche verkappte Christensvhu,

Da ihr die Lust im Kühlen sich zu waschenGekommen, sich erfrecht sie hier zu überraschen,

Und wie sie mit Gewalt sich seiner kaum erwehrt,Als ihn, zu größtem Glück, der Sultan noch gestört.

25 .

Um von dem häßlichen Verbrechen,

Deß er beschuldigt wird, den Ritter los zu sprechen,Bedurftes nur einen unbefangnen Blick;

Doch seinem Richter fehlt auch dieser einz'ge Blick.Der Held verachtet cs^ mit einer Frauen SchandeSich selbst vom Tode zu befrein;

Er schmiegt den edlen Arm in unverdiente Bande,Und hüllet schweigend sich in sein Bewußtsein ein.

26 .

Der Sultan, den sein Uumuth zum VerdammenNoch rascher macht, bleibt dumpf und ungerührt.

Der Frevler werd' in Ketten weggeführt,

(Herrscht er den Sklaven zu, die sein Befehl zusammenGerufen) werfet ihn in eine finstre Gruft;

Und morgen früh, sobald vom Thurm der Imam ruft,Werd' er, im äußern Hof, ein Raub ergrimmter Flammen,Und seine Asche streut mit Flüchen in die Luft!

lg»