Zehnter Gesang.
i.
(Schon sinkt der Tag, und trauernd wirft die Nacht(Ach! nicht vertraulich mehr in süßer HcrzcnsfülleVon Liebenden und Freunden zugebracht)
Mitleidig ihre trübste Hülle
Ums öde Eiland her, wo aus der tiefen Stille
Nun keinen Morgen mehr der Freude Lied erwacht;
Nur ein Verlassener von allem was er liebet
Der Pflichten schrecklichste durch stilles Dulden übet.
2 .
Ihn hört Titania, in ein Gewölk verhüllt,
Tief aus dem Wald herauf in langen Pausen ächzen,
Sieht den Unglücklichen in stummer Angst verlechzen,
Und wendet sich von ihm. Denn, ach! vergebens schwilltIhr zartes Herz von innigem Erbarmen.
Ein stärkrer Zauber stößt mit unaufhaltbarn Armen
Sie weg von ihm; und wie sie überm Strand
Dahin schwebt, blinkt vor ihr ein Goldreif ans dem Sand.