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Oberon.
21 .
Gleich einem angeschoßnen Wild,
Und wüthend, eine Frau, die ihn verschmäht, zu lieben,Hat er, verfolgt von Zoradinens Bild,
Schon eine Stunde sich im Garten umgetriebcn:
Der Zufall leitet ihn in dieses Mhrtenrnnd;
Er glaubt die Stimme von Almansaris zu hören,
Und, weil die Grottenthür nur angelehnet stund,
Geht er hinein, sich näher zu belehren.
22 .
Der Dämon, der durch seiner PriesterinnenGefährlichste des Ritters Treu bestritt,
Wird schon von fern an seinem SultansschrittAlmansors nahe Ankunft innen.
O Hülfe, Hülfe! schreit das schnell gewarnte Weib,Und wechselt stracks mit Hüons ihre Rolle,
Stellt sich, als kämpfte sie um ihren eignen LeibMit einem Wüthenden, der sie entehren wolle.
23 .
Ihr wilder Blick, ihr halb zerrissenes Gewand,
Ihr fliegend Haar, des jungen Gärtners Schrecken,Der von der unversehnen keckenBeschuldigung wie blitzgetrosfen stand;
Der Ort, wo ihn der Sultan fand;
Kurz, alles schien in ihm den Frevler zu entdecken.O Alla! sei gelobt, rief die Betrügerin,
Daß ich Almansorn selbst die Rettung schuldig bin!