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Oberon.
57 .
Vielleicht zu deutlich nur, scheint alles abgezieltBegierden ihm und Ahnungen zu geben:
Er fühl' es immerhin, denkt sie, wenn er nur fühlt,
Wie reich das Schauspiel ist das hier die Schönheit spielt!Wie reizend ist der Arme leichtes Schweben,
Der Hüften üppiger Schwung, der Knöchel wirbelnd Beben!Wie schmachtend fallen sic, mit halb geschloßnem Blick,
Als wie in süßen Tod itzt stnfcnweis' zurück!
58 .
Unwillig fühlt die überraschten SinnenDer edle Mann in dieser Gluth zerrinnen.
Er schließt zuletzt die Augen mit Gewalt,
Und ruft Amandens Bild zum mächt'gen Gegenhalt;Amandens Bild, aus jener ernsten Stunde,
Als -er, den Druck noch warm auf seinem Munde
Von ihrem Kuß, zu dem, der die Natur
Erfüllt und trägt, den Eid der Lieb' und Treue schwur.
59 .
Er schwöret ihn, aufs neue, in GedankenAuf seinen Knien vor diesem heil'gen Bild:
Und Plötzlich ist's als hielt' ein Engel seinen SchildVor seine Brust, so matt und kraftlos sankenDer Wollust Pfeile von ihr ab.
Almansaris, die Acht ans alles gab,
Was ihr sein Blick verrieth, klopft schnell in ihre Hände,Und macht in einem Wink dem üpp'gen Tanz ein Ende.