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Oberon
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277
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Eilfter Gesang.

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54 .

Zwar irrt, nicht blöde mehr, sein Blick von freien StückenAuf ihren Reizungen umher;

Doch nicht aus Liebe, nicht mit schmachtendem Entzücken,Nicht, wie sie wünscht, vom Thau wollüst'ger Thränen schwer.Er ist zerstreut, er scheint sie zu vergleichen,

Und jeder Reiz, der ihm nachstellend sich enthüllt,

Malt nur lebendiger Amandens edles Bild,

Und muß, beschämt, dem keuschen Reize Weichen.

55 .

Vergebens reicht sie ihm den blinkenden PokalMit einem Blick, der Amors ganzen KöcherIn seinen Busen schießt. Beim frohsten GöttermahlReicht ihrem Herkules den vollen NektarbecherMit süßerm Lächeln selbst die junge Hebe nicht.

Umsonst! Mit frostigem Gesicht

Nimmt er den Becher an, den kaum ihr Mund berührte,

Und trinkt, als ob er Gift ans seiner Zunge spürte.

56 .

Die Dame winkt; und schnell schlingt sich die SchwcsterschaarDer Nymphen, die vorhin den goldnen Thron umgaben,In einen Tanz, der Tobte ans der Bahr'

Mit neuen Seelen zu begaben,

Und Geister zu verkörpern fähig war.

In Gruppen bald verwebt, bald wieder Paar und Paar,Sieht Hüon hier die lieblichsten GestaltenIn tausendfachem Licht freigebig sich entfalten.