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Oberon.
51 .
Sie steigt vom Thron herab, kommt lächelnd ihm entgegenUnd nimmt ihn bei der Hand, und scheint bereit, für ihnDie Majestät, vor der ihm schwindelt, abzulegen,
Und allen Vortheil bloß von ihrem Reiz zu ziehn.Unmcrklich wird ihr Anstand immer freier;
In ihren Augen brennt ein lieblich lodernd FeuerUnd spielt elektrisch sich in seinen Busen ein;
Sic drückt ihm sanft die Hand, und heißt ihn fröhlich sein.
52 .
Halb unentschlossen scheint sein Blick ihr was zu sagen:
Sie winkt die Nymphen weg, und weg ist auch sein Muth;Er scheint zu furchtsam nur die Augen aufzuschlagen.
Die Scene ändert sich. Ein zweiter Vorhang thutSich auf. Almansaris führt ihren blöden HirtenIn einen andern Saal, wo rings umher die WandBekleidet war mit Rosen und mit Myrten,
Und mit Erfrischungen ein Tisch beladen stand.
53 .
Beim Eintritt werden sie mit Sang und Klang empfangen,Aus Saiten und Gesang ertönt der Freude Geist;
Und Hassan setzt, wie ihm's die Dame heißt,
Ihr gegenüber sich. Erröthendes VerlangenUnd schöne Ungeduld bekennet, furchtsam dreist,
In ihrem schwimmenden Blick, auf ihren glühenden WangenIhm seinen Sieg: allein, aus seinen Augen brichtWie ans Gewölk ein traurig düstres Licht.