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Oberon
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275
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Eilfter Gesang.

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48 .

Zu beiden Seiten rauscht der reiche Goldstoff auf,

Und welch ein Schauspiel zeigt sich seinen starren Blicken!Ein goldner Thron, und eine Dame drauf,

So wie ein Bildner sich, verloren in Entzücken,

Die Liebesgöttin denkt. Zwölf Nymphen, jede jungUnd voller Reiz, wie Amors Schwestern, schwebenIn Gruppen rings umher, um, gleich der Dämmerung,Den steigenden Triumph der Sonne zu erheben.

49 .

Von rosenfarbner Seide kaum

Beschattet, schienen sie, zu ihrer Dame Füßen,

Wie Wölkchen, die in einem DichtertraumUm Cythereens Wagen fließen.

Sie selbst, im reichsten Putz und mit Juwelen ganzBelastet, zeigt ihm bloß, daß all dieß bunte FunkelnNicht fähig ist, den angebornen GlanzVon ihrer Schönheit zu verdunkeln.

50 .

Herr Hüon, (der sich nun der Gärtner Hassan nennt)So wie sein Auge sich zu ihr erhebt erkenntAlmansaris, erschrickt, verwirrt sich, wankt zurücke.

Dieß allverblendende wollüst'ge TraumgesichtWas soll es ihm? er sieht Amanden nicht!

Sie suchte hier sein Herz, sie suchten seine Blicke.Almansaris, die sehr verzeihlich irrt,

Glaubt, daß ihr Glanz allein ihn blendet und verwirrt.

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