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Oberon.
45 .
Die Stunde ruft. Der schöne Gärtner nahetSich leise durchs Gebüsch der kleinen Gartcnthür.
Wie klopft sein Herz! ihm fehlt der Athem schier,
Da eine weiche Hand im Dunkeln ihn empfahet,
Und sanft ihn nach sich zieht. Stillschweigend folgt er ihr,Mit leisem Tritt, bald auf bald ab, durch engeSich oft durchkreuzende lichtarme Bogengänge,
Und nun entschlüpft sie ihm vor einer neuen Thür.
46 .
Wo sind wir? flüstert er und tappt mit beiden Händen.Auf einmal öffnet sich die Thür. Ein matter Schein(Wie wenn sich, zwischen MyrtenwändenMit Epheu überwölbt, in einem FrühlingshainDer Tag verliert) entdeckt ihm eine Reihe Zimmer,
Die ohne Ende scheint; und, wie er vorwärts geht,
Wird unvermerkt das matte Licht zu Schimmer,
Der Schimmer schnell zum höchsten Glanz erhöht.
47 .
Er steht betroffen und geblendet
Von einer Pracht, die alles, was er je
Gesehn, beschämt; so sehr ist Gold und Lapis Lazuli,
Und was Golkond und Siam reiches sendetMit stolzer Ueppigkeit hier überall verschwendet.
Doch unbefriedigt sucht sein liebend Auge — sie.
Wo ist sie? seufzt er laut. Kaum ist sein Ach! entflogen,So wird, in einem Blitz, ein Vorhang weggezogen.