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Oberon.
1b.
Den schönsten Jüngling, den sie jemals sah — und schönWie Helden sind, mit Kraft und Würde — fremdeDer Farbe nach — in einem Gärtnerhemde —
Dieß schien ihr nicht natürlich zuzugehn.
Gern hätte sie mit ihm sich näher eingelassen,
Hielt' nicht der strenge Zwang des Wohlstands sie zurück.Sie winkt ihm endlich weg; doch scheint ein Seitenblick,Der ihn begleitet, viel, sehr viel in sich zu fassen.
16 .
Sie schreitet langsam fort, stillschweigend, dreht sogarDen schönen Hals, ihm hinten nachzusehen,
Und zürnt, daß er dem Wink so schnell gehorsam war.War er, den Blick, der ihn erklärte, zu verstehen,
Zu blöde? Fehlt's vielleicht der reizenden GestaltAn Seele? Trügt das ungeduld'ge FeuerIn seinem Auge? Macht Gefahr ihn kalt?
Wie, oder sucht' er hier ein andres Abenteuer?
17 .
Ein andres? — Dieser Zweifel hüllt
Ihr plötzlich auf, was sie sich selber zu gestehen
Erröthet. Unruhvoll, verfolgt von Hüons Bild,
Irrt sie die ganze Nacht durch Lauben und Alleen,Horcht jedem Lüftchen das sich regtEntgegen, jedem Blatt, das an ein andres schlägt:Still! spricht sie zur Vertrauten, laß uns lauschen!Mir däucht, ich hörte was durch jene Hecke rauschen.