Eilfter Gesang.
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12 .
Doch, ruhig! Fern ist noch und ungewiß vielleichtDer Schiffbruch, der uns itzt fast unvermeidlich däucht.
Zn fliehen -— sonst auf alle Fälle
Das klügste — ging in diesem Augenblick
Nicht an — sie war zu nah — wiewohl an Hüons Stelle
Ein wahrer Gärtner doch geflohen wär'. Zum Glück
Hilft, falls sie fragt, ein Korb mit Blumen und mit Früchten,
Den er im Arme trägt, ihm eine Antwort dichten.
13 .
Natürlich stutzt die schöne Königin,
In ihrem Wege hier auf einen Mann zu treffen.
Was machst du hier? fragt sie den PaladinMit einem Blick, der jedem andern NeffenDes alten Gärtners tödtlich war.
Doch Hüon, unterm Schirm gesenkter Augcnlieder,
Läßt auf die Kniee sich mit edler Ehrfurcht nieder,
Und stellt den Blumenkorb ihr als ein Opfer dar.
14 .
Er hatte, (spricht er) bloß es ihr zu überreichen,
Die Zeit versäumt, die allen seines gleichenDie Gärten schließt. Hat er zu viel gethan,
So mag sein Kopf den raschen Eifer büßen.
Allein die Göttin scheint in einen mildern PlanVertieft, indeß zu ihren Füßen .
Der schöne Frevler liegt. Sie sieht ihn gütig an,
Und scheint mit Mühe sich zum Fortgehn zu entschließen.