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Oberon
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255
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Zehnter Gesang.

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45 .

Kurz, sprach sie, vor der Abendzeit

Ließ ans dem hohen Meer sich eine Barke sehen;

Sie flog daher mit Vogelschnelligkeit,

Die Segel schien ein frischer Wind zu blähen.

Auf einmal stürzt aus wolkenlosen HöhenZickzack ein seur'gcr Strahl herab,

Und mit dem ersten Stoß, den ihm ein Sturmwind gab,Sicht man das ganze Schiss in voller Flamme stehen.

46 .

An Löschen denkt kein Mensch in solcher Noth.

Das Feuer tobt. Vom fürchterlichsten TodUmschlungen, springt aus seinem FlammenrachenWer springen kann, und wirst sich in den Nachen.

Der Wind macht bald sie von dem Schiffe los,

Treibt sie dem Ufer zu; doch, eine ViertelstundeVon Strand, ergreift den Kahn ein neuer Wirbelstoß,Und stürzt ihn um, und alles geht zu Grunde.

47 .

Die Leute schrein umsonst zu ihrem Mahom ans,

Arbeiten, mit der angestrengten Stärke

Der Todesangst, umsonst sich ans der Fluth herauf:

Nur eine einz'ge Frau, die sich zum AugenmerkeDer Himmel nahm, entrinnet der Gefahr,

Wird auf den Wellen, wie ans einem Wagen,

Ganz unversehrt, und nnbenetzt sogar,

Dem nahen Ufer zugetragen.