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Oberon
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253
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Zehnter Gesang.

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39 .

Die Bilder, die ihm stets im Sinne lagen,

Beleben sich; er glanbt mit einem SchwarmVon Feinden sich ergrimmt herum zn schlagen;

Dann sinkt er kraftlos hin, nnd druckt im kalten ArmDie Leiche seines Sohns; bald kämpft er mit den Flnthen,Hält die versinkende Geliebte nur am SaumDes Kleides noch; bald, selbst an einen BaumGebunden, sicht er sie in Mnberarmen bluten.

40 .

Erschöpft von Grimm und Angst stürzt er aufs Lager hinMit starrem Blick. Dem treuen ScherasminKommt seine Wissenschaft in dieser Noth zu Statten.

Denn dazumal war'S eines Knappen Amt,

Die Heilknnst mit der Kunst der Ritterschaft zu gatten.Ihm war sie schon vom Later angestammt,

Und viel geheimes ward ans seinen langen ReisenIhm mitgetheilt von Rittern und von Weisen.

41 .

Er eilt, sobald der schöne MorgensternAm Himmel bleicht, (indes; Lei dem geliebten HerrnAls Wärterin sich Fatmc emsig zeiget)

Den Gärten zu, worin noch alles ruht und schweiget;Sucht Kräuter auf, von deren WunderkraftEin Eremit auf Horeb ihn belehret,

Und drückt sie ans, und mischet einen Saft,

Der binnen kurzer Frist dem stärksten Fieber wehret.