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Oberon.
3ü.
Der müßte ja ganz herzlos, ganz von Stein,
Und ohne Sinn, und gänzlich unwerth sein,
Daß sich der Himmel seinetwegen
Bemühe, (hätt' er auch von dem die Hälfte nur
Erfahren, was mir widerfuhr)
Wer Kleinmuth und Verdacht zu hegen
Noch fähig war'. Es geh' durch Feuer oder Flnth
Mein dunkler Weg, ich halte Treu und Mnth.
37.
Nur, lieber Scherasmin, wenn'S möglich ist, noch heuteVerschaffe mir ein Schwert und einen Gaul.
Zn lang' entbehr' ich beides! — an der SeiteDer Liebe zwar — doch itzt, in dieser WeiteVon Rezia, däucht mir mein Herzblut stehe faulAls wie ein Sumpf, bis ich die schöne BeuteDen Heiden abgejagt. Ihr Leben und mein Gluck,
Bedenk' es, hängt vielleicht an einem Augenblick.
38.
Der Alte schwört ihm zu, es soll' an ihm nicht liegenDes Prinzen Ungeduld noch heute zu vergnügen.
Doch unverhofft hält seines Eifers LaufAm ersten Abend schon ein leidiger Zufall auf.
Denn Hüon fühlte von so viel Erschütterungen,
Die Schlag auf Schlag gefolgt, auf einmal sich bezwungen,Und brachte, matt und glühend, ohne Ruh,
Die ganze Nacht in Fiebertränmen zu.